Kurz beantwortet: So viele Elektroautos gibt es in Deutschland
Am 1. Juli 2026 waren laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 2.365.047 reine Elektroautos (BEV) zugelassen, 28,8 Prozent oder 529.469 mehr als ein Jahr zuvor. Dazu kommen 1.226.863 Plug-in-Hybride und 1.541 Brennstoffzellenautos, zusammen 3.593.451 Pkw mit Elektroantrieb. Von allen 49.696.710 Pkw sind 4,8 Prozent reine Elektroautos.
Zum selben Stichtag zählte die Bundesnetzagentur 211.025 öffentliche Ladepunkte, davon 55.011 Schnellladepunkte. Rechnerisch teilen sich damit 11,2 reine Elektroautos einen öffentlichen Ladepunkt und 43 einen Schnellladepunkt (eigene Rechnung). Das ist eine Durchschnittszahl: Die meisten E-Autos laden zuhause oder beim Arbeitgeber, und das Register der Bundesnetzagentur ist nach eigener Aussage nicht vollständig.
- Reine Elektroautos (1.7.2026)
- 2.365.047, plus 28,8 % zum Vorjahr
- Plug-in-Hybride
- 1.226.863, plus 17,8 %
- Anteil am Pkw-Bestand
- 4,8 % reine Elektroautos, 7,2 % mit Elektroantrieb insgesamt
- E-Autos je öffentlichem Ladepunkt
- 11,2 (je Schnellladepunkt 43), eigene Rechnung
- Häufigstes Modell
- VW ID.3 mit 129.861 vor Tesla Model Y mit 122.044
- Nächste KBA-Zahlen
- Bestand zum 1. Oktober 2026; die KBA zählt vierteljährlich
So schnell wächst der Bestand
Seit dem 1. Juli 2021 hat sich die Zahl der reinen Elektroautos mehr als verfünffacht, von 438.950 auf 2.365.047. Allein im ersten Halbjahr 2026 kamen 330.787 hinzu, fast so viele wie im ganzen Jahr 2025 mit 382.617 (eigene Rechnung aus den Quartalswerten). Plug-in-Hybride wuchsen langsamer: von 426.192 auf 1.226.863.
Neuzulassungen und Bestand sind zwei verschiedene Größen. Die monatlichen Neuzulassungen zeigen, wie viele Autos neu dazukommen; der Bestand zieht abgemeldete Fahrzeuge ab. Wie viele Elektroautos zuletzt im Monat neu zugelassen wurden, steht in „E-Auto-Neuzulassungen September 2026: 88.599 Elektroautos, Anteil 34,5 Prozent“.
| Stichtag | Reine Elektroautos (BEV) | Plug-in-Hybride | BEV-Anteil am Pkw-Bestand |
|---|---|---|---|
| 1.7.2021 | 438.950 | 426.192 | 0,9 % |
| 1.7.2022 | 756.517 | 684.057 | 1,6 % |
| 1.7.2023 | 1.170.632 | 887.335 | 2,4 % |
| 1.7.2024 | 1.528.150 | 947.720 | 3,1 % |
| 1.7.2025 | 1.835.578 | 1.041.473 | 3,7 % |
| 1.7.2026 | 2.365.047 | 1.226.863 | 4,8 % |
Quellen: [1]
Bundesländer: wo die meisten E-Autos fahren und wie viele sich einen Ladepunkt teilen
Die meisten reinen Elektroautos sind in Nordrhein-Westfalen zugelassen (527.377), vor Bayern (459.811) und Baden-Württemberg (369.574). Den höchsten Anteil am Pkw-Bestand haben Hamburg mit 6,0 Prozent, Bayern mit 5,4 und Hessen mit 5,3 Prozent. Am niedrigsten ist er in Sachsen-Anhalt (2,4 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (2,5) und Sachsen (2,6).
Am wenigsten E-Autos teilen sich rechnerisch einen öffentlichen Ladepunkt in Mecklenburg-Vorpommern (7,0), Berlin (7,2) und Thüringen (7,5), am meisten im Saarland (16,1), Rheinland-Pfalz (14,7) und Nordrhein-Westfalen (12,7). Unsere Einordnung: Eine hohe Zahl heißt nicht automatisch, dass Ladepunkte fehlen. Wo viele Menschen im eigenen Haus mit Stellplatz wohnen, laden mehr E-Autos privat; in Großstädten mit vielen Mietwohnungen ist das öffentliche Netz wichtiger.
| Bundesland | Reine Elektroautos | Anteil am Pkw-Bestand | E-Autos je öffentlichem Ladepunkt | E-Autos je Schnellladepunkt |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 369.574 | 5,3 % | 10,4 | 58 |
| Bayern | 459.811 | 5,4 % | 11,4 | 44 |
| Berlin | 54.437 | 4,5 % | 7,2 | 43 |
| Brandenburg | 49.103 | 3,3 % | 9,7 | 28 |
| Bremen | 12.394 | 4,1 % | 7,8 | 35 |
| Hamburg | 49.560 | 6,0 % | 8,5 | 53 |
| Hessen | 208.073 | 5,3 % | 12,7 | 48 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 22.196 | 2,5 % | 7,0 | 18 |
| Niedersachsen | 259.973 | 5,2 % | 12,4 | 39 |
| Nordrhein-Westfalen | 527.377 | 4,9 % | 12,7 | 51 |
| Rheinland-Pfalz | 119.839 | 4,5 % | 14,7 | 40 |
| Saarland | 25.038 | 3,8 % | 16,1 | 51 |
| Sachsen | 56.074 | 2,6 % | 7,7 | 25 |
| Sachsen-Anhalt | 29.116 | 2,4 % | 7,7 | 19 |
| Schleswig-Holstein | 87.627 | 5,0 % | 10,7 | 37 |
| Thüringen | 32.026 | 2,7 % | 7,5 | 19 |
| Deutschland | 2.365.047 | 4,8 % | 11,2 | 43 |
Marken und Modelle: welche Elektroautos am häufigsten fahren
Volkswagen stellt mit 396.196 Fahrzeugen 16,8 Prozent aller reinen Elektroautos, vor Tesla und BMW. Am stärksten wuchs unter den zehn größten Marken Škoda, um 63,0 Prozent. Das häufigste Modell ist der VW ID.3 vor dem Tesla Model Y. Der Renault Zoe steht mit 79.636 Fahrzeugen auf Platz sechs; sein Bestand schrumpfte im Jahresvergleich leicht, von 80.601.
| Marke | Reine Elektroautos 1.7.2026 | 1.7.2025 | Veränderung | Anteil am BEV-Bestand |
|---|---|---|---|---|
| VW | 396.196 | 321.376 | +23,3 % | 16,8 % |
| Tesla | 224.064 | 195.755 | +14,5 % | 9,5 % |
| BMW | 187.600 | 136.531 | +37,4 % | 7,9 % |
| Škoda | 148.723 | 91.244 | +63,0 % | 6,3 % |
| Renault | 141.029 | 125.153 | +12,7 % | 6,0 % |
| Hyundai | 131.970 | 110.895 | +19,0 % | 5,6 % |
| Audi | 122.601 | 89.922 | +36,3 % | 5,2 % |
| Mercedes-Benz | 122.042 | 88.657 | +37,7 % | 5,2 % |
| Opel | 102.116 | 77.619 | +31,6 % | 4,3 % |
| Seat (Cupra führt das KBA nicht als eigene Marke) | 96.047 | 65.785 | +46,0 % | 4,1 % |
Quellen: [1]
Die zehn häufigsten Elektroauto-Modelle
Die Modellliste des KBA fasst einige Varianten zusammen, etwa VW ID.4 und ID.5. Den Cupra Born führt das KBA unter der Marke Seat. Die Zahlen nennen Fahrzeuge im Bestand, nicht Verkäufe.
| Modellreihe | Fahrzeuge im Bestand | Anteil am BEV-Bestand |
|---|---|---|
| VW ID.3 | 129.861 | 5,5 % |
| Tesla Model Y | 122.044 | 5,2 % |
| VW ID.4 und ID.5 | 104.129 | 4,4 % |
| Škoda Enyaq | 96.968 | 4,1 % |
| Tesla Model 3 | 88.230 | 3,7 % |
| Renault Zoe | 79.636 | 3,4 % |
| Born (beim KBA unter Seat) | 67.579 | 2,9 % |
| Fiat 500 | 63.876 | 2,7 % |
| Mini | 63.045 | 2,7 % |
| VW ID.7 | 59.887 | 2,5 % |
Quellen: [1]
Was die Zahlen zeigen und was nicht
Das KBA zählt die Fahrzeuge, die am Stichtag im Zentralen Fahrzeugregister gespeichert sind. Außer Betrieb gesetzte Fahrzeuge sind nicht enthalten, Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen schon. Zugeordnet wird nach dem Ort der Zulassung, nicht nach dem Ort, an dem ein Auto fährt oder lädt. Firmenwagen von Leasinggesellschaften können deshalb in einem anderen Land gezählt werden, als sie unterwegs sind (eigene Einordnung).
Die Zahl der E-Autos je Ladepunkt ist ein grober Vergleichswert. Die Bundesnetzagentur erfasst nur öffentlich zugängliche Ladepunkte und laut eigener Aussage nicht lückenlos; Wallboxen zuhause und Ladepunkte beim Arbeitgeber fehlen. Ob ein Ladepunkt gerade frei ist, sagt die Zahl nicht. Wo die Ladepunkte genau stehen und wie du sie findest, erklärt „Ladesäulen in Deutschland 2026: Wie viele es gibt, wo sie stehen und wie du sie findest“.
Quellen & weiterführende Informationen
- Kraftfahrt-Bundesamt: Bestand an Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern nach Bundesländern, Fahrzeugklassen und ausgewählten Merkmalen, 1. Juli 2026 (FZ 27, Excel) ↗
- Bundesnetzagentur: Ladeinfrastruktur in Zahlen (Excel, Stand 01.09.2026; Ladepunkte je Bundesland mit Quartalswert 01.07.2026) ↗
- Bundesnetzagentur: Ladesäulenkarte und Hinweise zur Vollständigkeit des Ladesäulenregisters (gelesen 02.11.2026) ↗
- Kraftfahrt-Bundesamt: Fahrzeugbestand – Erläuterungen zur Zählung (Stichtage, außer Betrieb gesetzte Fahrzeuge, Saisonkennzeichen) ↗
Prüfe aktuelle Bedingungen und Details vor deiner Entscheidung bei den verlinkten Quellen.



