Kurz beantwortet: Welches Elektroauto passt zu deiner Familie?
Für zwei Kinder reicht meist ein großer Fünfsitzer. Entscheidend sind dann Kofferraum und Isofix, nicht die Länge des Autos. Im ADAC-Autotest fassten Škoda Enyaq, VW ID.7 Tourer, Kia EV5 und BMW iX3 zwischen 440 und 500 Liter bis zur Abdeckung. Škoda Enyaq, Škoda Elroq, VW ID.7 Tourer und Renault Scénic haben zusätzlich Isofix am Beifahrersitz; damit passen drei Kindersitze mit Isofix-Befestigung, ohne den schmalen Mittelsitz zu nutzen.
Brauchst du regelmäßig sieben Plätze, wird die Auswahl klein und teuer. Laut Preislisten beginnt sie beim Peugeot E-5008 mit 50.640 Euro; ein Škoda Peaq mit dritter Reihe kostet 50.890 Euro (eigene Rechnung aus Grundpreis und Aufpreis). Für Erwachsene taugt die dritte Reihe in unabhängigen Tests nur bei den großen Modellen: Im Kia EV9, Hyundai IONIQ 9 und VW ID. Buzz lang wurde es erst um 1,90 bis 2 Meter Körpergröße eng. Im Mercedes GLB und im Škoda Peaq ist sie laut ADAC eher etwas für Kinder.
Mit sieben Personen bleibt wenig Gepäckraum. Der ADAC maß hinter aufgestellter dritter Reihe 120 Liter im Peugeot E-5008 und 430 Liter im Kia EV9. Hersteller nennen oft deutlich höhere Werte, weil sie anders messen. Plane deshalb mit den ADAC-Zahlen und nimm Kinderwagen und Kindersitze zur Probefahrt mit. Alle Angaben haben wir am 31. Oktober 2026 geprüft. Preise, Reichweiten und Ausstattung können sich ändern; maßgeblich sind Konfigurator, Preisliste und Betriebsanleitung deines Autos.
- Günstigste Siebensitzer laut Preisliste
- Peugeot E-5008 ab 50.640 Euro (sieben Sitze Serie), Škoda Peaq 60 mit dritter Reihe 50.890 Euro (eigene Rechnung: 49.900 + 990 Euro)
- Kofferraum mit sieben Sitzen (ADAC gemessen)
- 120 Liter (Peugeot E-5008) bis 430 Liter (Kia EV9 Sechssitzer); Volvo EX90 als Sechssitzer 225 Liter
- Dritte Reihe für Erwachsene (ADAC)
- Kia EV9, Hyundai IONIQ 9, VW ID. Buzz lang; Volvo EX90 eher für Kinder und Kurzstrecken; Mercedes GLB laut Fahrbericht nur für Kinder; Škoda Peaq laut Anleitung bis 1,60 m
- Isofix am Beifahrersitz
- Škoda Enyaq, Elroq und Peaq, VW ID.7 Tourer, Renault Scénic; Kia EV9 laut ADAC-Test
- Isofix in der dritten Reihe (Hersteller)
- Kia EV9, Hyundai IONIQ 9; Volvo EX90 laut ADAC ohne
- Euro NCAP, Kinderinsassen
- 84 bis 93 Prozent bei den Modellen mit Einzelwert; Volvo EX90 und Tesla Model Y 93 Prozent (2025)
- Stand
- 31. Oktober 2026; Preise inkl. 19 % MwSt., ohne Überführung
Quellen: [1], [2], [3], [5], [7], [11], [13], [21], [22], [23], [24], [25], [26], [27], [28], [29], [35], [36], [46], [48], [52]
Siebensitzer: Diese Elektroautos gibt es in Deutschland
Wir haben neun Modelle gefunden, die in Deutschland mit sieben Sitzen angeboten werden und zu denen Hersteller oder ADAC aktuelle Daten nennen. Die Tabelle zeigt Herstellerangaben. Sieben Sitze sind nur bei Kia EV9, Hyundai IONIQ 9, Peugeot E-5008 und XPENG X9 Serie. Beim Volvo EX90 nennen die technischen Daten sechs oder sieben Sitze, die Modellseite spricht von fünf oder sieben. Beim Mercedes GLB, Škoda Peaq und VW ID. Buzz lang ist die dritte Reihe eine Option. Beim Tesla Model Y gibt es sie laut ADAC nur für die Variante „Premium Maximale Reichweite Allradantrieb“.
Bei Tesla, Mercedes und BMW konnten wir die deutschen Herstellerseiten nicht abrufen. Für das Model Y nennen wir deshalb die Preise aus dem ADAC-Autokatalog, der sie als Herstellerangaben führt. Für den Mercedes GLB gilt der Einführungspreis aus der Pressemitteilung vom 8. Dezember 2025; der ADAC-Katalog führt inzwischen einen GLB 200 elektrisch ab 53.455 Euro. Was die dritte Reihe beim GLB, beim ID. Buzz lang und beim Model Y kostet, haben wir in den gelesenen Quellen nicht gefunden. Frag im Konfigurator oder beim Händler nach.
Für den Škoda Peaq gibt es eine Preisliste mit Stand 15. Oktober 2026; laut ADAC-Fahrbericht vom 20. September 2026 rollt er gerade zu den Händlern. Den BYD Tang führt BYD auf seiner deutschen Website weiter als Siebensitzer mit 530 km Reichweite, nennt dort aber keinen Preis; im ADAC-Katalog endet die letzte Variante mit 10/26. Ob er noch bestellbar ist, klärst du beim Händler. Kleinbusse und Hochdachkombis mit sieben oder mehr Sitzen haben wir hier nicht verglichen; außer dem ID. Buzz fehlen sie in der Tabelle.
Die Literangaben der Hersteller sind nur untereinander bedingt vergleichbar. Kia und Peugeot geben VDA-Werte an, XPENG ebenfalls, Volvo und Hyundai nennen keine Messnorm. Für den Alltag aussagekräftiger sind die ADAC-Messungen im nächsten Abschnitt.
| Modell | Sitze | Grundpreis (Quelle, Stand) | WLTP-Reichweite | Kofferraum laut Hersteller | Frunk |
|---|---|---|---|---|---|
| Kia EV9 | 7, mit Allrad optional 6 | 63.690 € (Preisliste MJ 2027, Stand 10.08.2026) | 443–563 km | 333 / 807 / 2.318 l (VDA) | 90 l (Heck), 52 l (Allrad) |
| Hyundai IONIQ 9 | 7, optional 6 | 70.850 € (Preisliste Juli 2026) | 600–620 km | 338 / 908 / 2.419 l | 88 l (Heck), 52 l (Allrad) |
| Volvo EX90 | 6 oder 7 | 84.190 € UVP (Website) | bis 571 km (Single Motor), bis 625 km (Twin Motor); laut Volvo vorläufig | 324 / 697 / 2.135 l (7-Sitzer) | 46 l |
| Peugeot E-5008 | 7 Serie, 5 als Option | 50.640 € (Preisliste 21.10.2026) | 459–669 km | 259 / 748 / 1.815 l (VDA; Dual-Motor 201 / 690 / 1.757 l) | keiner (ADAC) |
| Mercedes GLB elektrisch | 5, optional 7 | GLB 250+ 59.048 € (Pressemitteilung 08.12.2025); GLB 200 laut ADAC-Katalog 53.455 € | 431 km (GLB 200, ADAC-Katalog) bis 631 km | – / 480 l (5-Sitzer: 540 l) / 1.605 l | 127 l |
| Škoda Peaq | 5, dritte Reihe 990 € | 49.900 € (Preisliste 15.10.2026) | 389–642 km | 299 l mit 7 Sitzen; Fünfsitzer 935 l | 37 l (ADAC) |
| Tesla Model Y | 5; 7 nur Premium Maximale Reichweite Allrad | 39.990 €, 7-Sitzer 55.490 € (ADAC-Katalog) | 525 km (Basis), 600 km (7-Sitzer) laut ADAC-Katalog | hinter Reihe 3 keine Angabe gefunden; 822 / 2.138 l (7-Sitzer, ADAC-Katalog) | 116 l (ADAC-Katalog) |
| VW ID. Buzz lang | 5 bis 7 | ab 52.271 € (kurzer Radstand, Website); lang Pro laut ADAC-Katalog 57.888 € | 460–498 km | Fünfsitzer 1.340 / 3.456 l (ADAC-Katalog) | keine Angabe |
| XPENG X9 | 7 | 77.600 € UVP (Datenblatt 09/2026) | 535–615 km | 625 l bei voller Bestuhlung / – / 2.386 l (VDA) | keine Angabe |
Quellen: [1], [2], [3], [4], [5], [6], [7], [8], [9], [10], [26], [35], [36], [37], [39], [40], [42], [44], [45]
Dritte Sitzreihe im Test: Für wen sie wirklich reicht
Ob die hinteren Plätze taugen, zeigen nur Sitzproben unabhängiger Tester. Der ADAC stellt dafür die Vordersitze und meist auch die zweite Reihe für 1,85 Meter große Personen ein und prüft dann, wer hinten noch Platz hat. Für Kia EV9, Hyundai IONIQ 9, Volvo EX90, Peugeot E-5008 und VW ID. Buzz lang gibt es vollständige Autotests, für Mercedes GLB und Škoda Peaq bisher nur Fahrberichte ohne Messung. Für Tesla Model Y mit sieben Sitzen und XPENG X9 haben wir keinen unabhängigen Test der dritten Reihe gefunden.
Herstellerangaben und Tests liegen teils auseinander. Mercedes schreibt, auf den Zusatzsitzen des GLB säßen Personen bis 1,71 Meter bequem. Im ADAC-Fahrbericht stieß man schon mit 1,70 Meter am Dach an, auch die Beinfreiheit sei gering. Beim Škoda Peaq zitiert der ADAC die Betriebsanleitung: Personen über 1,60 Meter dürfen in der dritten Reihe nicht mitfahren. Der Einstieg nach ganz hinten ist laut ADAC bei allen getesteten SUV umständlich; im Volvo EX90 verlangt er „ein ordentliches Maß an Gelenkigkeit“. Der ID. Buzz hat Schiebetüren, durch die Kinder laut ADAC aufrecht einsteigen können.
Mit sieben Personen wird vor allem der Kofferraum knapp. Die ADAC-Messung ist strenger als die VDA-Angabe der Hersteller: Beim E-5008 stehen 120 Liter gegen 259 Liter laut Peugeot (eigene Gegenüberstellung). Für den Wocheneinkauf reicht das, für Urlaubsgepäck nicht. Dann hilft eine Dachbox, eine Anhängerkupplung oder ein größeres Auto (eigene Einordnung).
| Modell (Test) | Kofferraum mit 3. Reihe (ADAC) | Platz in Reihe 3 laut ADAC | Ladekante |
|---|---|---|---|
| Kia EV9 GT-Line AWD 6-Sitzer (Autotest 10/2024) | 430 l; Reihe 3 geklappt 760 l | erst oberhalb von 1,90 m enger; sechs Erwachsene können mitreisen | 81 cm |
| Hyundai IONIQ 9 TECHNIQ (Autotest 09/2025) | 355 l; Reihe 3 geklappt 770 l | Beinfreiheit für etwa 1,95 m, Kopf erst ab etwa 2 m am Dach | 80 cm |
| Volvo EX90 Single Motor Plus (Autotest 12/2025) | 225 l als Sechssitzer; Reihe 3 geklappt 545 l | für Erwachsene am Kopf beengt; für Kinder und kurze Fahrten einwandfrei | 80 cm |
| Peugeot E-5008 210 GT (Autotest 05/2025) | 120 l; Reihe 3 geklappt 445 l | Kopf ab 1,80 m am Dachhimmel, Beine bis 1,90 m | 83 cm |
| VW ID. Buzz lang Pro 6-Sitzer (Autotest 04/2025) | kein Wert mit aufgestellter 3. Reihe; hinter Reihe 2 480 l plus 125 l im Unterboden | Kopf erst ab rund 2 m knapp | 86 cm mit Zwischenboden, rund 63 cm ohne |
| Mercedes GLB elektrisch (Fahrbericht 10.04.2026) | keine Messung; Mercedes: 480 l bei versenkter 3. Reihe | schon mit 1,70 m Kopf am Dach; „nur etwas für Kinder“ | nicht gemessen |
| Škoda Peaq (Fahrbericht 20.09.2026) | keine Messung; Škoda: 299 l | laut Betriebsanleitung nur bis 1,60 m; Erwachsene „halbwegs gut“, wenn Reihe 2 weit vorn steht | nicht gemessen |
Quellen: [21], [22], [23], [24], [25], [26], [35], [36], [6], [7]
Fünfsitzer mit viel Platz: Enyaq, ID.7 Tourer, EV5 und Co.
Für vier oder fünf Personen ist ein großer Fünfsitzer oft die bessere Wahl: mehr Kofferraum, mehr Auswahl, niedrigere Preise. Die Tabelle stellt Herstellerangaben und ADAC-Messung nebeneinander. Den größten gemessenen Kofferraum hatte der Kia EV5 mit 500 Liter bis zur Abdeckung, den kleinsten der Renault Scénic mit 315 Liter; Renault selbst nennt 545 Liter.
Auch die Ladekante zählt, wenn du Kinderwagen oder Getränkekisten hebst: Der ADAC maß beim VW ID.7 Tourer, Škoda Enyaq und Tesla Model Y eine Ladekante von 68 cm, beim Kia EV5 nennt er sie ohne Zentimeterwert „recht hoch“, beim BMW iX3 und Renault Scénic 77 cm. Ein Frunk unter der Fronthaube fehlt laut ADAC bei ID.7 Tourer, Elroq und Scénic. Kleiner, aber familientauglich ist der Kia EV3: Kia nennt 460 Liter nach VDA, der ADAC maß 420 Liter; Preis laut Preisliste ab 36.190 Euro. Preise, Reichweiten und ADAC-Noten weiterer Fünfsitzer stehen in „Elektro-SUV bis 50.000 Euro 2026: Kompakte E-SUVs im Vergleich“. Alle elektrischen Kombis mit Kofferraum und Anhängelast vergleicht „Elektro-Kombi 2026: Alle elektrischen Kombis in Deutschland im Vergleich“.
Wie Tesla Model Y und Škoda Elroq im Detail abschneiden, steht in „Tesla Model Y oder Škoda Elroq 2026: Welches Elektro-SUV passt besser?“. Welche Modelle die größte Reichweite haben und wie weit sie im Test kamen, zeigt „Elektroautos mit der größten Reichweite 2026: WLTP und Tests im Vergleich“.
| Modell | Grundpreis (Quelle, Stand) | WLTP-Reichweite | Kofferraum Hersteller | Kofferraum ADAC gemessen | Frunk |
|---|---|---|---|---|---|
| Škoda Enyaq | 43.490 € (Preisliste 15.10.2026) | 428–581 km | 585 / 1.710 l | 450 l mit Fächersystem (515 l ohne) / 1.435 l | 21 l (ADAC-Katalog) |
| Škoda Elroq | 37.890 € (Preisliste 15.10.2026) | 408–576 km | 470 / 1.580 l | 365 / 1.335 l | laut ADAC-Test keiner |
| VW ID.7 Tourer | 55.305 € UVP (Website) | bis 690 km | 605 / 1.714 l | 470 / 1.515 l | keiner (ADAC) |
| Tesla Model Y | 39.990 € (ADAC-Katalog) | 525 km (Basis, ADAC-Katalog) | 836 / 2.118 l (ADAC-Katalog) | 420 / 1.380 l, plus 105 l unter dem Boden | 114 l (Katalog), rund 60 l (ADAC) |
| Kia EV5 | 45.990 € (Preisliste MJ 2027, Stand 01.10.2026) | 491–530 km | 566 / 1.650 l (VDA) | 500 / 1.725 l | 44,4 l |
| Renault Scénic | 37.590 € UPE (Website) | bis 632 km | 545 / 1.670 l | 315 / 1.310 l | keiner (ADAC) |
| BMW iX3 | iX3 40: 63.400 € (Pressemitteilung 31.03.2026) | bis 635 km (40), 678–805 km (50 xDrive) | 520 / 1.750 l (ADAC-Katalog) | 440 / 1.570 l, plus rund 70 l unter dem Boden | 58 l (Katalog), rund 35 l (ADAC) |
| Hyundai IONIQ 5 | 45.750 € (Preisliste Juli 2026) | 440–570 km | 520 / 1.580 l | 410 / 1.370 l | 57 l (Heck), 24 l (Allrad); ADAC rund 20 l |
Quellen: [11], [12], [13], [14], [15], [16], [17], [18], [19], [20], [26], [27], [28], [29], [30], [31], [32], [33], [34], [38], [41]
Kofferraum: Warum Hersteller und ADAC verschiedene Liter nennen
Hersteller geben den Kofferraum meist nach der VDA-Methode an; manche nennen gar keine Methode. Der ADAC misst nach eigenem Verfahren und nennt Werte bis zur Abdeckung, bis zum Dach und mit umgeklappter Rückbank; bei Siebensitzern stellt er die zweite Reihe dafür für 1,85 Meter große Personen ein. In unseren Beispielen fallen seine Werte meist kleiner aus. Das macht Prospektwerte schwer vergleichbar (eigene Einordnung).
In unserer Auswahl ist der Abstand beim Tesla Model Y am größten (eigene Gegenüberstellung): Der ADAC-Katalog nennt als Herstellerangabe 836 Liter, der ADAC maß 420 Liter bis zur Abdeckung, 540 Liter bis zum Dach und 105 Liter unter dem Boden. Peugeot weist für den E-5008 sogar zwei Werte aus, zum Beispiel 259 Liter nach VDA und 348 Liter für dieselbe Konfiguration, ohne die zweite Methode zu erklären. Beim Kia EV9 rechnet Kia das Fach im Boden mit ein.
Für deinen Vergleich heißt das: Nimm innerhalb einer Quelle denselben Messpunkt, also VDA gegen VDA oder ADAC gegen ADAC. Und miss im Zweifel selbst nach, mit deinem Kinderwagen im Kofferraum (eigene Empfehlung).
Isofix und Kindersitze: Wie viele Plätze wirklich gehen
Die Rechtslage ist klar: Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 150 cm sind, brauchen eine für sie geeignete Kinderrückhalteeinrichtung (§ 21 Abs. 1a StVO). Ab dem vollendeten dritten Lebensjahr dürfen sie auf Rücksitzen ausnahmsweise nur mit dem Gurt gesichert werden, wenn wegen anderer Kindersitze kein weiterer befestigt werden kann. Rückwärts gerichtete Kindersitze sind auf dem Beifahrerplatz verboten, solange dort ein betriebsbereiter Airbag ist (§ 35a Abs. 8 StVZO). Prüfe deshalb, wie sich der Beifahrerairbag abschalten lässt: In den ADAC-Tests geht das etwa bei Kia EV9, Hyundai IONIQ 9, Peugeot E-5008 und VW ID. Buzz per Schlüsselschalter, beim Tesla Model Y im Menü.
Isofix gibt es fast immer auf den äußeren Plätzen der zweiten Reihe. Laut ADAC sind die meisten Autos auf zwei Plätzen damit ausgestattet; auf dem Beifahrersitz und in der dritten Reihe kann man Kindersitze meist nur mit dem Gurt befestigen. Neue Kleinkindsitze zur Gurtbefestigung sind laut ADAC kaum noch zu bekommen. Wer drei Kinder in Sitzen hat, sollte deshalb gezielt nach Isofix am Beifahrersitz oder in Reihe drei suchen.
Bei zwei Modellen widersprechen sich die Quellen. Für den Kia EV9 nennt die Kia-Preisliste Isofix in Reihe zwei außen und in Reihe drei, der ADAC-Katalog „nur hinten“, der ADAC-Autotest des Sechssitzers aber auch Isofix am Beifahrersitz. Beim Mercedes GLB schreibt Mercedes von vier Kindersitzen in den Reihen zwei und drei, der ADAC-Katalog nennt Isofix „nur hinten“. Prüfe das am konkreten Auto. Laut Volvo-Ausstattungsliste gibt es im EX90 einen integrierten Kindersitz auf dem mittleren Fondplatz; ob er Serie ist, zeigt der Konfigurator.
Die Mittelsitze bewertet der ADAC fast durchweg schlecht: zu schmal, ungünstige Gurtpunkte, kein Isofix. Beim Tesla Model Y rät er, es bei zwei Kindersitzen im Fond zu belassen. Im Hyundai IONIQ 9 lassen sich laut ADAC fünf Kindersitze gleichzeitig sicher einbauen, im Škoda Elroq drei ohne Weiteres.
| Modell | Isofix hinten | Beifahrersitz | Hinweis aus dem ADAC-Test |
|---|---|---|---|
| Kia EV9 | Reihe 2 außen und Reihe 3 (Kia) | laut ADAC-Test ja; Kia-Preisliste ohne Angabe | lange Gurte, stabile Gurtschlösser |
| Hyundai IONIQ 9 | Reihe 2 außen und Reihe 3 (Hyundai) | nein | fünf Kindersitze gleichzeitig; Mittelsitz nur bedingt |
| Volvo EX90 | Reihe 2 außen, i-Size | laut ADAC-Katalog Isofix nur hinten; Gurtbefestigung problemlos | Reihe 3 ohne Isofix und eng |
| Peugeot E-5008 | Reihe 2 außen, i-Size | nein | Isofix-Haken schwer erreichbar; Mittelsitz mit Gurt nicht sicher |
| Mercedes GLB elektrisch | vier Kindersitze in Reihe 2 und 3 (Mercedes) | ADAC-Katalog: nur hinten | kein ADAC-Autotest |
| Škoda Peaq | äußere Rücksitze mit Top-Tether | ja (Preisliste) | kein ADAC-Autotest |
| Tesla Model Y | außen, i-Size | nein | Babyschale mit Basis begrenzt Vordersitz; höchstens zwei Kindersitze im Fond |
| VW ID. Buzz lang | Rücksitze; i-Size in Reihe 2 | nein | feste Gurtschlösser |
| XPENG X9 | vier Plätze auf den Rücksitzen (Datenblatt) | keine Angabe | kein ADAC-Autotest |
| Škoda Enyaq | außen mit Top-Tether, i-Size | ja, i-Size | Kopfstütze kann bei hohen Sitzen stören |
| Škoda Elroq | außen mit Top-Tether | ja, i-Size | drei Kindersitze ohne Weiteres |
| VW ID.7 Tourer | außen, i-Size | ja, i-Size | Vordersitze auch mit Basis frei verstellbar |
| Kia EV5 | Reihe 2 außen, i-Size | nein | Gurtbefestigung ohne Einschränkung |
| Renault Scénic | außen, i-Size | ja, i-Size | Gurtschlösser nah an der Isofix-Arretierung |
| BMW iX3 | außen, i-Size | nein, nur Gurt | Mittelsitz nur bedingt |
| Hyundai IONIQ 5 | außen, i-Size | nein | Basis mit Stützfuß schränkt Vordersitz kaum ein |
Quellen: [64], [65], [66], [1], [2], [4], [5], [6], [7], [10], [11], [13], [16], [19], [21], [22], [23], [24], [25], [26], [27], [28], [29], [30], [31], [32], [33], [39], [43]
Crashtest: Was Euro NCAP beim Kinderschutz zeigt
Euro NCAP prüft unter anderem, wie gut Kinderdummys im Front- und Seitencrash geschützt sind und ob sich die vorgesehenen Kindersitze einbauen lassen. Bei Wertungen bis 2025 weist Euro NCAP dafür einen eigenen Prozentwert „Child Occupant“ aus. In unserer Auswahl liegt er zwischen 84 Prozent (Kia EV3) und 93 Prozent (Volvo EX90, Tesla Model Y); der BYD Tang kam 2023 auf 87 Prozent. Die 2026 bewerteten BMW iX3 und XPENG X9 zeigen stattdessen vier Bereiche ohne getrennten Kinderwert; beim iX3 erhielten beide Kinderdummys im Frontaltest die volle Punktzahl.
Achte darauf, für welche Varianten ein Ergebnis gilt. Die Wertung des Model Y nennt Premium- und Performance-Varianten; das Basismodell ist nicht aufgeführt. Beide Wertungen des ID. Buzz nennen nur Varianten mit kurzem Radstand: 2025 den „ID. BUZZ PRO KR“, 2022 den ID. Buzz „People“ mit 150 kW (KR steht bei VW für kurzen Radstand, eigene Einordnung). Der E-5008 ist laut Euro NCAP ein Partnermodell des 3008 und wurde größtenteils über dessen Tests bewertet. Für den neuen Mercedes GLB elektrisch und den Škoda Peaq haben wir kein Ergebnis gefunden; die GLB-Wertung von 2019 ist abgelaufen.
Zwei ADAC-Tests zitieren ältere oder fremde Werte: Der Enyaq-Test nennt 89 Prozent aus der Wertung von 2021, Euro NCAP führt seit 2025 eine neue mit 87 Prozent. Der iX3-Test nennt 84 Prozent für den BMW X3, nicht für den iX3. Beim Renault Scénic zeigt Euro NCAP das Wertungsjahr 2022, der ADAC nennt einen Test aus 05/2024. Werte aus verschiedenen Jahren sind nur bedingt vergleichbar, weil Euro NCAP seine Prüfungen laut eigener Aussage alle drei Jahre weiterentwickelt.
| Modell | Kinderinsassen | Jahr | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Kia EV9 | 88 % | 2023 | gilt für Heck- und Allradversion |
| Hyundai IONIQ 9 | 87 % | 2025 | ohne Erkennung vergessener Kinder |
| Volvo EX90 | 93 % | 2025 | gilt für 5-, 6- und 7-Sitzer |
| Peugeot E-5008 | 85 % | 2025 | überwiegend aus Tests des e-3008 |
| VW ID. Buzz | 87 % (2022), 85 % (2025) | 2022/2025 | nur kurzer Radstand aufgeführt |
| Tesla Model Y | 93 % | 2025 | Premium- und Performance-Varianten |
| XPENG X9 | kein Einzelwert | 2026 | Crash Protection 91 % |
| Škoda Enyaq | 87 % | 2025 | auf Basis des Elroq 85 |
| Škoda Elroq | 87 % | 2025 | – |
| VW ID.7 (inkl. GTX Tourer) | 88 % | 2023 | – |
| Kia EV5 | 85 % | 2025 | – |
| Renault Scénic | 89 % | 2022 | laut ADAC Test 05/2024 |
| BMW iX3 | kein Einzelwert | 2026 | Crash Protection 86 % |
| Hyundai IONIQ 5 | 86 % | 2021 | – |
| Mercedes GLB elektrisch, Škoda Peaq | kein Ergebnis gefunden | – | GLB-Wertung von 2019 abgelaufen |
Quellen: [46], [47], [48], [49], [50], [51], [52], [53], [54], [55], [56], [57], [58], [59], [60], [61], [62], [63], [68], [27], [31], [32]
Zuladung, Dachlast und Anhänger: Was Familien noch rechnen sollten
Bei voller Besetzung zählt die Zuladung, also zulässiges Gesamtgewicht minus Leergewicht. Das EG-Leergewicht enthält laut Kia-Preisliste schon 75 kg für den Fahrer. Für den Tesla Model Y mit sieben Sitzen nennt der ADAC-Katalog 445 kg Zuladung bei einem Leergewicht nach EU-Norm. Sechs Mitfahrende mit je 75 kg wären 450 kg, also mehr als erlaubt (eigene Rechnung, sofern der Fahrer wie bei Kia schon eingerechnet ist). Mit Kindern bleibt Luft, aber Gepäck, Dachbox und Fahrräder zählen mit. Kia nennt für den EV9 je nach Version 542 bis 615 kg, aus Volvos Daten für den EX90 Single Motor ergeben sich 605 kg (eigene Rechnung: 3.190 minus 2.585 kg).
Die Dachlast liegt laut Herstellern zwischen 70 kg beim Kia EV9 und 100 kg etwa beim Hyundai IONIQ 9, Volvo EX90 und Kia EV5; Peugeot nennt 80 kg, der ADAC für das Model Y 75 kg. Laut ADAC steht die Dachlast nicht in der Zulassungsbescheinigung, sondern nur in der Betriebsanleitung. Von ihr ziehst du das Gewicht von Dachträger und Box ab; der Rest ist, was du einladen darfst. Auch die Tragfähigkeit der Box selbst gilt.
Für Urlaube mit Wohnwagen oder Fahrradträger prüfst du Anhängelast und Stützlast. Die Werte der wichtigsten Modelle und was das für Führerschein und Reichweite bedeutet, findest du in „Elektroauto mit Anhängerkupplung 2026: Anhängelast, Reichweite und Laden mit Gespann“.
Checkliste: So testest du ein Familien-E-Auto vor dem Kauf
Der ADAC empfiehlt, den Kindersitz vor dem Kauf zusammen mit dem Kind im eigenen Auto einzubauen, weil nicht jeder Sitz in jedes Fahrzeug passt. Das gilt erst recht beim Autokauf: Nimm alle Kindersitze, Babyschale und Kinderwagen zur Probefahrt mit. Die folgenden Punkte haben wir aus den ADAC-Tests und den Herstellerunterlagen zusammengestellt (eigene Einordnung).
Als nächsten Schritt rechnest du mit dem Ladekostenrechner von ev.guru aus, was euer Familienauto im Jahr an Strom kostet. Für die Urlaubsfahrt plant der ev.guru-Routenplaner die Ladestopps.
- Kindersitze einbauen: jeden Sitz auf jedem geplanten Platz, auch Babyschale mit Basis; prüfen, ob die Vordersitze danach noch weit genug zurückgehen.
- Isofix-Plätze zählen: zweite Reihe außen, Beifahrersitz, dritte Reihe. Was erlaubt ist, steht in der Betriebsanleitung, nicht im Prospekt.
- Gurtschlösser prüfen: Sind sie fest oder lang und wackelig, liegen sie zu nah an der Isofix-Aufnahme, und wie kommt das Kind selbst an das Schloss?
- Dritte Reihe mit den echten Mitfahrern ausprobieren: Einstieg, Kopf- und Beinraum, Größenlimit laut Anleitung, Isofix dort ja oder nein.
- Beifahrerairbag: Schalter finden und testen, bevor du dort eine rückwärts gerichtete Babyschale einbaust.
- Kofferraum mit eigenem Gepäck beladen: Kinderwagen bei aufgestellter dritter Reihe, Ladekante messen (63 bis 86 cm in den ADAC-Tests).
- Zuladung ausrechnen: zulässiges Gesamtgewicht minus Leergewicht, dann alle Personen, Gepäck und Dachbox abziehen.
- Dachlast in der Betriebsanleitung nachschlagen und Gewicht von Träger und Box abziehen.
- Euro-NCAP-Ergebnis für deine Variante prüfen: Jahr, Prozentwert Kinderinsassen und ob die Wertung für dein Modell gilt.
- Preis im Konfigurator mit gewünschter Sitzzahl bestätigen lassen: Dritte Reihe, Isofix-Optionen und Lieferzeit schriftlich festhalten.
Quellen & weiterführende Informationen
- Kia: Preisliste Kia EV9, Modelljahr 2027 (Stand 10.08.2026) ↗
- Hyundai: Preisliste IONIQ 9 (Stand Juli 2026) ↗
- Volvo Cars: Volvo EX90 (abgerufen 31.10.2026) ↗
- Volvo Cars: EX90 Technische Daten (abgerufen 31.10.2026) ↗
- Peugeot: Preise, Ausstattungen und technische Daten 5008 und E-5008 (Stand 21.10.2026) ↗
- Mercedes-Benz: Pressemitteilung Der neue Mercedes-Benz GLB (08.12.2025) ↗
- Škoda: Preis- und Ausstattungsübersicht Peaq (Stand 15.10.2026) ↗
- Škoda: Der neue Peaq (abgerufen 31.10.2026) ↗
- Volkswagen Nutzfahrzeuge: ID. Buzz (abgerufen 31.10.2026) ↗
- XPENG: X9 Technische Daten (Datenblatt 09/2026) ↗
- Škoda: Preis- und Ausstattungsübersicht Enyaq (Stand 15.10.2026) ↗
- Škoda: Technische Daten Enyaq (Modelljahr 2027) ↗
- Škoda: Preis- und Ausstattungsübersicht Elroq (Stand 15.10.2026) ↗
- Škoda: Technische Daten Elroq (Modelljahr 2027) ↗
- Volkswagen: ID.7 Tourer (abgerufen 31.10.2026) ↗
- Kia: Preisliste Kia EV5, Modelljahr 2027 (Stand 01.10.2026) ↗
- Renault: Scenic E-Tech elektrisch (abgerufen 31.10.2026) ↗
- BMW Group: Neues Einstiegsmodell erweitert das Angebot des BMW iX3 (31.03.2026) ↗
- Hyundai: Preisliste IONIQ 5 (Stand Juli 2026) ↗
- Kia: Preisliste Kia EV3, Modelljahr 2027 (Stand 01.10.2026) ↗
- ADAC: Autotest Kia EV9 GT-Line AWD (6-Sitzer) (Oktober 2024) ↗
- ADAC: Autotest Hyundai IONIQ 9 TECHNIQ (September 2025) ↗
- ADAC: Autotest Volvo EX90 Single Motor Plus (6/7-Sitzer) (Dezember 2025) ↗
- ADAC: Autotest Peugeot e-5008 210 GT (Mai 2025) ↗
- ADAC: Autotest VW ID. Buzz lang Pro (April 2025) ↗
- ADAC: Autotest Tesla Model Y (Stand 31.07.2026) ↗
- ADAC: Autotest Škoda Enyaq 85x Sportline (Juli 2025) ↗
- ADAC: Autotest Škoda Elroq 85 (März 2025) ↗
- ADAC: Autotest VW ID.7 Tourer GTX 4MOTION (Dezember 2024) ↗
- ADAC: Autotest Kia EV5 81,4 kWh GT-Line (Stand 31.07.2026) ↗
- ADAC: Autotest Renault Scénic E-Tech Electric 220 Long Range Iconic ↗
- ADAC: Autotest BMW iX3 50 xDrive (Stand 31.07.2026) ↗
- ADAC: Autotest Hyundai IONIQ 5 84 kWh UNIQ 2WD (August 2025) ↗
- ADAC: Autotest Kia EV3 58,3 kWh Earth (Mai 2025) ↗
- ADAC: Fahrbericht Mercedes GLB (10.04.2026) ↗
- ADAC: Fahrbericht Škoda Peaq (20.09.2026) ↗
- ADAC Autokatalog: Tesla Model Y Premium AWD (7-Sitzer) (ab 02/26) ↗
- ADAC Autokatalog: Tesla Model Y (ab 10/25) ↗
- ADAC Autokatalog: Mercedes-Benz GLB 200 elektrisch Progressive (ab 03/26) ↗
- ADAC Autokatalog: VW ID. Buzz lang Pro (ab 06/26) ↗
- ADAC Autokatalog: BMW iX3 40 (ab 07/26) ↗
- ADAC Autokatalog: Škoda Peaq 60 Selection (7-Sitzer) (ab 08/26) ↗
- ADAC Autokatalog: Kia EV9 (76,1 kWh) Air (ab 01/25) ↗
- ADAC Autokatalog: BYD Tang Flagship AWD (07/24 – 10/26) ↗
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- Euro NCAP: Kia EV9 (2023) ↗
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- Euro NCAP: Volvo EX90 (2025) ↗
- Euro NCAP: Peugeot 5008 (2025) ↗
- Euro NCAP: Volkswagen ID.Buzz (2022) ↗
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- Euro NCAP: XPENG X9 (2026) ↗
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- Euro NCAP: Kia EV5 (2025) ↗
- Euro NCAP: Renault Scenic E-Tech (2022) ↗
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- Euro NCAP: Hyundai IONIQ 5 (2021) ↗
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- Euro NCAP: BYD Tang (2023) ↗
- Euro NCAP: Mercedes-Benz GLB (2019, abgelaufen) ↗
- Gesetze im Internet: § 21 StVO – Personenbeförderung ↗
- Gesetze im Internet: § 35a StVZO – Sitze, Sicherheitsgurte, Rückhaltesysteme ↗
- ADAC: Kindersitzkauf-Tipps (21.10.2026) ↗
- ADAC: Dachlast – was erlaubt ist (29.07.2026) ↗
- Euro NCAP: What’s new from 2026? (abgerufen 31.10.2026) ↗
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