Kurz gesagt: viel Auto fürs Geld, aber hart gefedert

Der Mazda CX-6e ist ein 4,85 Meter langes Elektro-SUV mit Hinterradantrieb, 190 kW (258 PS) und einem 78-kWh-Akku. Laut ADAC ist er wie die Limousine Mazda 6e eine Entwicklung des Gemeinschaftsunternehmens von Mazda und dem chinesischen Hersteller Changan. Von Januar bis Oktober 2026 kamen in Deutschland laut Kraftfahrt-Bundesamt 2.057 CX-6e neu auf die Straße, 1.050 davon allein im Oktober.

Es gibt nur einen Antrieb und zwei Ausstattungen: Takumi für 49.990 Euro und Takumi Plus für 52.990 Euro. Schon der Takumi hat Wärmepumpe, Head-up-Display, 360-Grad-Kamera, Panoramadach, belüftete und beheizte Vordersitze und einen 26,45 Zoll breiten Touchscreen. Die Reichweite liegt laut WLTP bei 484 oder 468 Kilometern, am Schnelllader lädt er laut ADAC-Katalog in 24 Minuten von 10 auf 80 Prozent.

Einen ADAC-Test gibt es noch nicht, nur einen ersten Fahrbericht vom 10. September 2026. Gelobt hat der ADAC den hochwertigen Innenraum, das sehr niedrige Geräuschniveau und den Preis. Kritik gab es für das unnötig harte Fahrwerk, vor allem mit 21-Zoll-Rädern, für übereifrige Assistenten und verschachtelte Menüs. Ein Euro-NCAP-Ergebnis für den CX-6e haben wir am 8. November 2026 weder auf euroncap.com noch im ADAC-Katalog gefunden.

Quellen: [1], [2], [3], [5], [7]

Preise und Ausstattung: Takumi oder Takumi Plus

Der Takumi Plus kostet 3.000 Euro mehr. Dafür bekommst du 21- statt 19-Zoll-Räder, Sitze in Amethyst und Weiß, Sitzheizung und -lüftung auch hinten außen sowie Kameras statt Außenspiegeln, deren Bilder auf Bildschirmen in den Türen erscheinen. Laut ADAC hat er außerdem einen digitalen Innenspiegel. Die großen Räder kosten 16 Kilometer WLTP-Reichweite, und laut ADAC-Fahrbericht federt der CX-6e damit noch härter.

Mazda wirbt mit „bis zu 6.000 € staatlicher E-Förderung“. Das ist kein Rabatt von Mazda, sondern der Zuschuss des Bundes, den du nach der Zulassung selbst beantragst; wie viel du bekommst, hängt von Einkommen und Kinderzahl ab. Beim Leasing zählt er laut Mazda-Konfigurator nur ab 36 Monaten Laufzeit. Mehr in „E-Auto-Förderung 2026: Wer bekommt wie viel und wie beantragst du sie richtig?“.

Mazda-Konfigurator und Modellseite CX-6e, gelesen am 8. November 2026: unverbindliche Preisempfehlung inklusive 19 % MwSt., zuzüglich Überführung und Zulassung
MerkmalTakumiTakumi Plus
Preis49.990 €52.990 €
Räder19 Zoll, 235/55 R1921 Zoll, 255/40 R21
Reichweite WLTP484 km468 km
Verbrauch WLTP18,9 kWh/100 km19,4 kWh/100 km
SitzeKunstleder schwarz, vorn beheizt und belüftetKunstleder Amethyst/Weiß, vorn und hinten außen beheizt und belüftet
Außenspiegelklassisch, mit MemoryKameras mit Bildschirmen in den Türen
Serie bei beidenWärmepumpe, Head-up-Display, 360-Grad-Kamera, Panoramadach, 23 Lautsprecher, Lenkradheizung, elektrische Heckklappewie Takumi

Quellen: [2], [3], [5], [6], [7]

Leasing und Finanzierung nachgerechnet

Mazda wirbt mit Leasing ab 380 Euro im Monat für den Takumi und 411 Euro für den Takumi Plus. Dazu kommen jeweils 6.000 Euro Sonderzahlung, bei 48 Monaten und 10.000 Kilometern im Jahr. Zusammen zahlst du damit 24.240 oder 25.728 Euro, umgerechnet rund 505 und 536 Euro im Monat (eigene Rechnung). Einen Termin, bis wann das Angebot gilt, nennt die Modellseite nicht. Der Preis enthält laut Fußnote einen Kundenrabatt teilnehmender Händler. Rechnest du im Konfigurator ohne Sonderzahlung, kostet der Takumi 518,49 Euro im Monat, zusammen 24.887,52 Euro, also rund 650 Euro mehr als das beworbene Angebot.

Interessanter ist die Finanzierung: Mazda rechnet den Takumi mit 0 Prozent Zinsen vor. Der Kredit beträgt 46.740,65 Euro ohne Anzahlung, also 3.249,35 Euro weniger als die Preisempfehlung; auch hier ist ein Händlerrabatt eingerechnet. Du zahlst eine erste Rate von 567,86 Euro, 34 Raten zu 592 Euro und nach 36 Monaten eine Schlussrate von 26.044,79 Euro. Die Summe stimmt auf den Cent mit dem Gesamtbetrag überein (eigene Rechnung). Unsere Einordnung: Wer bar zahlen kann, sollte mindestens diesen Rabatt von gut 6 Prozent verhandeln. Mehr zum Vergleichen von Angeboten in „E-Auto leasen 2026: Worauf du bei Rate, Förderung und Rückgabe achten musst“.

Quellen: [2], [3]

Laden, Reichweite, Platz und Anhänger

Der Akku hat laut ADAC 78 kWh und nutzt Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP), eine kleinere Version gibt es nicht. Am Schnelllader lädt der CX-6e laut ADAC-Katalog mit bis zu 195 kW in 24 Minuten von 10 auf 80 Prozent; Mazda nennt bis zu 242 Kilometer in 15 Minuten, gemessen ab 30 Prozent bei 25 Grad. An Wechselstrom lädt er höchstens mit 11 kW, eine volle Ladung dauert laut ADAC-Katalog achteinhalb Stunden. 22 kW gibt es auch gegen Aufpreis nicht. Auf der ersten Ausfahrt zeigte der Bordcomputer laut ADAC 18,5 bis 20 kWh je 100 Kilometer, gemessen hat der ADAC noch nicht.

Der Kofferraum fasst laut Mazda 468 Liter und bis 1.434 Liter mit umgeklappter Rückbank, dazu kommt ein Fach unter der Fronthaube mit 83 Litern (ADAC-Katalog: 80 Liter). Hinten sitzen laut ADAC 1,80 Meter große Menschen bequem, ab 1,95 Metern wird es am Kopf eng. Der Wendekreis ist mit 12,4 Metern groß.

Ziehen darf der CX-6e 1.500 Kilogramm mit gebremstem Anhänger bei 75 Kilogramm Stützlast. Mazda beschreibt eine elektrisch ausschwenkbare Anhängerkupplung; in der Serienausstattung des Konfigurators steht sie nicht, einen Preis haben wir nicht gefunden. Knapp ist die Zuladung: Laut ADAC-Katalog bleiben bei 2.205 Kilogramm Leergewicht mit Fahrer nur 385 Kilogramm. Mit vier weiteren Erwachsenen zu je 80 Kilogramm sind das noch 65 Kilogramm für Gepäck (eigene Rechnung), mit Anhänger zählt auch die Stützlast dazu. Mehr in „Elektroauto mit Anhängerkupplung 2026: Anhängelast, Reichweite und Laden mit Gespann“.

Antrieb
190 kW (258 PS), 290 Nm, Hinterradantrieb, 400 V
Akku
78 kWh, LFP-Zellen laut ADAC
Reichweite
484 km (Takumi) oder 468 km (Takumi Plus) nach WLTP
Laden
DC bis 195 kW, 10–80 % in 24 min laut ADAC-Katalog; AC 11 kW, 0–100 % in 8,5 h
Kofferraum
468–1.434 l plus 83 l vorn laut Mazda
Anhängelast
1.500 kg gebremst, 750 kg ungebremst, Stützlast 75 kg
Zuladung
385 kg laut ADAC-Katalog
Maße
4,85 m lang, 1,94 m breit (2,10 m mit Spiegeln), Wendekreis 12,4 m
Höchstgeschwindigkeit
185 km/h, 0–100 km/h in 7,9 s

Quellen: [2], [3], [5], [7]

Was der ADAC nach der ersten Fahrt sagt

Der Innenraum wirkt laut ADAC hochwertig, Hartplastik gibt es kaum. Hinter dem Lenkrad sitzt kein Display, dafür ist ein Head-up-Display serienmäßig. Der große Touchscreen ist in zwei Bereiche für Fahrer und Beifahrer geteilt. Das Glasdach ist etwa einen Quadratmeter groß, lässt sich aber nicht öffnen. Die Gestensteuerung hält der ADAC eher für eine Spielerei.

Beim Fahren ist der CX-6e ausreichend kräftig, aber ohne den typischen Elektro-Schub; das passt laut ADAC zu seinem gemütlichen Charakter. Umso mehr überrascht das harte Fahrwerk, das Unebenheiten auch auf Landstraße und Autobahn deutlich weitergibt. Mazda sagt, es sei bewusst für Europa so abgestimmt. Aufmerksamkeits- und Spurhalteassistent meldeten sich auf der Ausfahrt sehr oft, auch weil die verschachtelten Menüs vom Verkehr ablenken; den aktiven Fahrmodus siehst du erst im Menü. Sehr gut fand der ADAC die Geräuschdämmung.

Unsere Einordnung: Mach eine längere Probefahrt auf schlechten Straßen, möglichst mit dem Rad, das du kaufen willst, und probier aus, wie schnell du die Assistenten abschalten kannst. Ob die Kameraspiegel des Takumi Plus im Alltag taugen, konnte der ADAC nicht prüfen, er fuhr nur mit klassischen Spiegeln.

Einblicke in Bildern

3 Bilder
Roter Mazda CX-6e schräg von vorn in Bietigheim-Bissingen, aufgenommen am 13. September 2026, mit Schild „Mazda CX-6e“. Von ev.guru zugeschnitten und verkleinert, Händlername und ein Infoblatt hinter der Frontscheibe unkenntlich gemacht; Bildfassungen unter CC BY-SA 4.0. Ausstattungslinie am Foto nicht bestimmt. Alexander Migl / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
Cockpit des Mazda CX-6e mit Lenkrad ohne Instrumentendisplay dahinter und einem breiten Touchscreen über fast das ganze Armaturenbrett, aufgenommen am 13. September 2026 auf der Leonberger Autoschau. Von ev.guru zugeschnitten und verkleinert, Händlerschriftzug und Infotafeln an einem Zelt, ein Zettel und ein Kennzeichenbereich vor der Frontscheibe unkenntlich gemacht; Bildfassungen unter CC BY-SA 4.0. Alexander Migl / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
Schwarzer Mazda CX-6e schräg von hinten auf dem Autosalon Sindelfingen, aufgenommen am 17. Oktober 2026, mit eingestecktem Ladekabel hinten rechts. Von ev.guru zugeschnitten und verkleinert, Händlername und Telefonnummer am Schild sowie Händlerfahnen im Hintergrund unkenntlich gemacht; Bildfassungen unter CC BY-SA 4.0. Ausstattungslinie am Foto nicht bestimmt. Alexander Migl / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0
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Quellen: [7]

Garantie, Versicherung und offene Punkte

Mazda gibt sechs Jahre oder 150.000 Kilometer Neuwagengarantie und für den Akku acht Jahre oder 160.000 Kilometer bis 70 Prozent Restkapazität. Gegen Aufpreis lässt sich die Garantie bis zum zehnten Jahr oder 200.000 Kilometer verlängern; das ist eine Versicherung der CG Car-Garantie. Mehr in „Akku-Garantie beim E-Auto 2026: Was die Hersteller in Deutschland wirklich zusagen“.

Die Typklassen liegen laut ADAC-Katalog bei 17 für die Haftpflicht, 29 für die Vollkasko und 23 für die Teilkasko. Die Vollkasko ist damit teuer, hol dir vor dem Kauf ein Angebot; mehr in „E-Auto-Versicherung wechseln: Typklassen 2027, Akku-Schutz und Stichtag 30. November“. Kfz-Steuer zahlst du vorerst nicht, ohne Befreiung wären es laut ADAC 74 Euro im Jahr; mehr in „Kfz-Steuer fürs Elektroauto 2026: Befreiung bis 2035 und was danach anfällt“.

Offen ist bei Mazda noch einiges: Für die Leistung beim Stromabgeben (V2L) nennt die Modellseite bis zu 3,5 kW, der Konfigurator 3,3 kW. Für die Anhängerkupplung fanden wir im Konfigurator keinen Preis. Lass dir das schriftlich im Angebot bestätigen.

Quellen: [2], [3], [4], [5]

Unsere Einordnung: für wen sich der CX-6e lohnt

Der CX-6e ist ein großes, sehr gut ausgestattetes E-SUV unter 50.000 Euro. Nimm den Takumi: Er hat fast alles, kommt weiter und federt mit 19-Zoll-Rädern weniger hart. Der Takumi Plus lohnt sich vor allem, wenn du hinten Sitzheizung brauchst oder die Kameraspiegel ausdrücklich willst. Wer viel Gepäck und Familie gleichzeitig transportiert, sollte die knappe Zuladung beachten und mit „Elektroautos für Familien 2026: Kofferraum, Isofix und 7-Sitzer im Vergleich“ vergleichen.

Mit gleichem Akku und gleicher Leistung kostet die Limousine 6e als Takumi 47.490 Euro, also 2.500 Euro weniger, und kommt laut WLTP bis 560 Kilometer weit; mehr in „Mazda 6e 2027: Takumi oder Plus? Preise, neuer 78-kWh-Akku, Leasing-Rechnung und ADAC-Test“. Andere E-SUV unter 50.000 Euro vergleicht „Elektro-SUV bis 50.000 Euro 2026: Kompakte E-SUVs im Vergleich“. Modellseite, Konfigurator, Garantieseite, ADAC-Katalog und ADAC-Fahrbericht haben wir am 8. November 2026 gelesen.

Quellen: [2], [3], [7]

Quellen & weiterführende Informationen

  1. KBA: FZ 10 – Neuzulassungen von Personenkraftwagen nach Marken und Modellreihen, Oktober 2026, Zeile Mazda CX-6, Spalte Elektroantrieb (Excel, veröffentlicht 6. November 2026) ↗
  2. Mazda Deutschland: Mazda CX-6e, Modellseite mit Preisen, Leasingangeboten, Kofferraum, Anhängelast und Garantiehinweis (gelesen 8. November 2026) ↗
  3. Mazda Deutschland: Konfigurator Mazda CX-6e, Ausstattung Takumi und Takumi Plus, Leasingrechner und Finanzierungsbeispiel (gelesen 8. November 2026) ↗
  4. Mazda Deutschland: Garantie, Neuwagengarantie, Hochvoltbatterie und Anschlussgarantie (gelesen 8. November 2026) ↗
  5. ADAC Autokatalog: Mazda CX-6e Takumi (ab 09/26), Ladedaten, Maße, Garantie und Typklassen ↗
  6. ADAC Autokatalog: Mazda CX-6e Takumi Plus (ab 09/26) ↗
  7. ADAC: Sanfter Antrieb, hartes Fahrwerk – erste Fahrt im Mazda CX-6e (Fahrbericht von Andreas Huber, 10. September 2026) ↗

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