Kurz gesagt: sparsam, gut ausgestattet, mit Rabatt günstig
Der Toyota C-HR+ ist ein gut 4,5 Meter langes Elektro-SUV mit flachem, coupéartigem Heck. Es gibt ihn mit kleinem Akku (57,7 kWh brutto) und Frontantrieb, mit großem Akku (77 kWh) und Frontantrieb oder als Allradler. Von Januar bis Oktober 2026 kamen in Deutschland laut Kraftfahrt-Bundesamt 2.437 C-HR+ neu auf die Straße, 346 davon im Oktober.
Laut Preisliste (Stand Juli 2026) kostet der C-HR+ 41.990 bis 53.990 Euro. Bis Ende 2026 gibt Toyota Privatkunden aber einen E-Auto-Bonus von 7.000 Euro, beim Barkauf sowie bei Finanzierung oder Leasing über die Toyota-Bank. Dann beginnt er bei 34.966,72 Euro, dazu kann die staatliche Förderung kommen.
Der ADAC hat im November 2026 den Teamplayer mit großem Akku getestet und die Note 2,3 vergeben. Gelobt hat er die umfangreiche Ausstattung, den niedrigen Verbrauch und die langen möglichen Garantien. Kritik gab es für den langen Bremsweg, die schlechte Sicht nach hinten, die mittelmäßige Verarbeitung und die geringe Anhängelast. Bei Euro NCAP hat der C-HR+ fünf Sterne, die Werte stammen größtenteils vom Schwestermodell bZ4X.
Preise, Bonus und Ausstattung
Schon der Active hat Wärmepumpe, Abstandstempomat, Totwinkelwarner, LED-Scheinwerfer mit adaptivem Fernlicht, Sitz- und Lenkradheizung, Navigation mit 14-Zoll-Bildschirm, Rückfahrkamera und zwei kabellose Handy-Ladeschalen. Er fährt aber nur 140 km/h und darf keinen Anhänger ziehen. Der Teamplayer kostet 4.000 Euro mehr. Dafür bekommst du den großen Akku mit 165 kW, laut WLTP 149 Kilometer mehr Reichweite, 160 km/h Spitze, getönte Scheiben hinten, eine elektrische Heckklappe und 750 Kilogramm Anhängelast.
Der Lounge kostet weitere 8.000 Euro und hat Allradantrieb mit 252 kW, 20-Zoll-Räder, Zweifarblackierung, 360-Grad-Kamera, Einparkautomatik, beheizbare Frontscheibe, elektrischen Fahrersitz, 22 kW Wechselstromladen und 1.500 Kilogramm Anhängelast. Nur für ihn gibt es das Paket mit JBL-Soundsystem und Panoramadach für 1.600 Euro. Sonst kosten nur Metallic-Lacke (790 oder 1.090 Euro), die Anhängerkupplung (940 Euro, nicht für den Active) und ein Schutzpaket für 145 Euro extra.
Die Aktionspreise liegen 7.023 bis 7.779 Euro unter der Preisempfehlung. Laut Fußnote stecken darin eine Flexprämie von 4.000 Euro und eine Handelsprämie, die vom Modell abhängt; beworben wird das als E-Auto-Bonus von 7.000 Euro. Er gilt nur bei teilnehmenden Händlern und für Verträge bis 31. Dezember 2026. Die staatliche Förderung von bis zu 6.000 Euro beantragst du selbst nach der Zulassung; wie viel du bekommst, hängt von Einkommen und Kinderzahl ab. Mehr in „E-Auto-Förderung 2026: Wer bekommt wie viel und wie beantragst du sie richtig?“.
| Version | Akku netto, Leistung | Reichweite WLTP | Preis | Aktionspreis |
|---|---|---|---|---|
| Active | 54 kWh, 123 kW, Frontantrieb | 458 km | 41.990 € | 34.966,72 € |
| Teamplayer | 72 kWh, 165 kW, Frontantrieb | 607 km | 45.990 € | 38.770,70 € |
| Lounge | 72 kWh, 252 kW, Allrad | 501–507 km | 53.990 € | 46.210,70 € |
Leasing und Finanzierung
Toyota wirbt mit Leasing ab 229 Euro im Monat für den Active. Dazu kommen 6.000 Euro Sonderzahlung bei 48 Monaten und 10.000 Kilometern im Jahr; zusammen sind das 16.992 Euro, umgerechnet 354 Euro im Monat (eigene Rechnung). Gerechnet wird mit einem Anschaffungspreis von 32.479,76 Euro, also noch 2.487 Euro unter dem Aktionspreis. Für Teamplayer und Lounge nennt Toyota Raten ab 278,95 und 378,85 Euro, die Bedingungen dazu standen nicht in den Fußnoten. Gibst du einen Gebrauchten in Zahlung, rechnet der Händler beim Leasing 1.500 Euro Prämie an, das senkt die Rate um bis zu 34 Euro.
Außerdem bietet die Toyota-Bank bis Ende 2026 eine Finanzierung mit 0 Prozent Zinsen an. Laufzeit, Raten und Schlussrate legt der Händler im Einzelfall fest, ein vollständiges Rechenbeispiel steht nicht auf der Seite. Lass dir deshalb Barpreis, Finanzierung und Leasing schriftlich nebeneinanderlegen; worauf du dabei achtest, steht in „E-Auto leasen 2026: Worauf du bei Rate, Förderung und Rückgabe achten musst“.
Quellen: [3]
Laden, Verbrauch und Platz
Der C-HR+ ist sehr sparsam. Nach WLTP braucht er mit Frontantrieb 13,4 kWh je 100 Kilometer, im ADAC-Test waren es 16,9 kWh inklusive Ladeverlusten. Mit großem Akku kam er damit rund 470 Kilometer weit, der ADAC nennt den Verbrauch für ein hohes Crossover einen wirklich guten Wert. Am Schnelllader lud der Testwagen in 27 Minuten von 10 auf 80 Prozent, kurzzeitig mit rund 170 kW und im Schnitt mit etwa 115 kW. In zehn Minuten kamen rund 155 Kilometer Reichweite dazu. Toyota nennt 150 kW und 28 Minuten für alle Versionen. Fährst du per Navigation zur Ladesäule, heizt der Akku automatisch vor.
Zu Hause lädt der C-HR+ mit 11 kW, eine volle Ladung dauert rund sieben Stunden. 22 kW gibt es nur beim Lounge. Der Kofferraum fasst laut Toyota 416 Liter. Der ADAC hat 385 Liter gemessen und bis 1.305 Liter mit umgeklappter Rückbank; die Ladekante liegt mit 76 Zentimetern hoch, ein Fach unter der Fronthaube gibt es nicht. Die gemessene Zuladung von 612 Kilogramm nennt der ADAC einen Spitzenwert.
Ziehen darf nur der Lounge 1.500 Kilogramm, der Teamplayer 750 Kilogramm und der Active gar nichts. Der ADAC zählt die geringe Anhängelast zu den Schwächen. Mehr in „Elektroauto mit Anhängerkupplung 2026: Anhängelast, Reichweite und Laden mit Gespann“.
Einblicke in Bildern
3 Bilder- Antrieb
- 123 kW (Active), 165 kW (Teamplayer), 252 kW Allrad (Lounge)
- Akku
- 57,7 oder 77 kWh brutto, 54 oder 72 kWh netto
- Reichweite
- 458, 607 oder 501–507 km WLTP; ADAC-Test Teamplayer rund 470 km bei 16,9 kWh/100 km
- Laden
- DC 150 kW, 10–80 % in 28 min laut Toyota, im ADAC-Test 27 min; AC 11 kW, Lounge 22 kW
- Kofferraum
- 416 l laut Toyota; ADAC gemessen 385–1.305 l, kein Frunk
- Anhängelast
- Active keine, Teamplayer 750 kg, Lounge 1.500 kg
- Höchstgeschwindigkeit
- 140, 160 oder 180 km/h
- Maße
- 4,52–4,53 m lang, 1,87 m breit, Wendekreis 11,8 m
Was der ADAC kritisiert
Aus 100 km/h stand der Testwagen erst nach 38,9 Metern, das nennt der ADAC vergleichsweise lang. Bei der Rundumsicht gab es nur die Note 4,5, vor allem wegen der breiten Dachsäulen. Die Karosserie ist laut ADAC nur mittelmäßig verarbeitet: sichtbare Schweißnähte an den Türrahmen, eine leicht flatternde Motorhaube bei Autobahntempo und teils große Spaltmaße. Innen gibt es viel harten Kunststoff, der Innenraum wirkt eher zweckmäßig als wohnlich.
Für Familien gab der ADAC die Note 3,2. Die äußeren Kopfstützen hinten lassen sich nur für etwa 1,70 Meter große Mitfahrer weit genug ausziehen. Isofix gibt es auf den äußeren Rücksitzen, nicht auf dem Beifahrersitz, und auf dem Mittelsitz hielten die getesteten Kindersitze nicht sicher. Bei Euro NCAP erreichte der C-HR+ 88 Prozent für erwachsene Insassen, 85 für Kinder, 80 für Fußgänger und Radfahrer und 79 für die Assistenten. Euro NCAP schreibt, dass die meisten Ergebnisse vom bZ4X übernommen und nur einzelne Tests wiederholt wurden.
Garantie, Versicherung und offene Punkte
Toyota gibt drei Jahre oder 100.000 Kilometer Garantie, im ersten Jahr ohne Kilometergrenze, und fünf Jahre oder 100.000 Kilometer auf die wichtigsten Teile des Elektroantriebs. Für den Akku nennt der ADAC acht Jahre oder 160.000 Kilometer bis 70 Prozent Restkapazität. Lässt du jedes Jahr beim Toyota-Partner warten, verlängert sich die Akku-Garantie bis zu zehn Jahre oder 250.000 Kilometer, die Garantie fürs Auto bis 15 Jahre. Der ADAC lobt, dass sie am Fahrzeug hängt und beim Verkauf mitgeht. Mehr in „Akku-Garantie beim E-Auto 2026: Was die Hersteller in Deutschland wirklich zusagen“.
Die Typklassen liegen laut ADAC-Katalog bei 15 für die Haftpflicht, 27 für die Vollkasko und 24 für die Teilkasko; die Vollkasko ist damit eher teuer. Mehr in „E-Auto-Versicherung wechseln: Typklassen 2027, Akku-Schutz und Stichtag 30. November“. Kfz-Steuer zahlst du bis 2035 nicht, danach laut ADAC 74 Euro im Jahr; mehr in „Kfz-Steuer fürs Elektroauto 2026: Befreiung bis 2035 und was danach anfällt“.
Zwei Angaben widersprechen sich. Für den Active nennt die Preisliste beim Wechselstromladen einmal etwa 5,5 und einmal etwa 7 Stunden, der ADAC-Katalog 7 Stunden. Für den Lounge nennt die Preisliste 150 Kilogramm Stützlast, der ADAC-Katalog 75 Kilogramm. Lass dir die Werte für dein Auto vom Händler bestätigen, besonders wenn du einen Fahrradträger nutzen willst.
Unsere Einordnung: welcher C-HR+ sich lohnt
Nimm den Teamplayer. Er kostet mit Bonus 38.770,70 Euro, kommt mit seinem großen Akku laut ADAC rund 470 Kilometer weit und lädt flott. Der Active lohnt sich nur, wenn du vor allem in der Region fährst, nie einen Anhänger brauchst und mit 140 km/h Spitze leben kannst. Den Lounge brauchst du nur für 1.500 Kilogramm Anhängelast, Allrad oder 22-kW-Laden.
Wenn Platz und Kindersitze wichtig sind, schau dir das größere Schwestermodell an, beschrieben in „Toyota bZ4X 2026: Comfort, Teamplayer oder Lounge? Preise, 7.000-Euro-Bonus und Laden“, oder vergleiche in „Elektroautos für Familien 2026: Kofferraum, Isofix und 7-Sitzer im Vergleich“. Andere E-SUV unter 50.000 Euro stehen in „Elektro-SUV bis 50.000 Euro 2026: Kompakte E-SUVs im Vergleich“. Preisliste, Toyota-Website, ADAC-Katalog, ADAC-Test und Euro NCAP haben wir am 8. November 2026 gelesen.
Quellen & weiterführende Informationen
- KBA: FZ 10 – Neuzulassungen von Personenkraftwagen nach Marken und Modellreihen, Oktober 2026, Zeile Toyota C-HR, Spalte Elektroantrieb (Excel, veröffentlicht 6. November 2026) ↗
- Toyota Deutschland: Preisliste Toyota C-HR+ mit Ausstattung, Sonderausstattung, technischen Daten und Garantien, Stand Juli 2026 (PDF) ↗
- Toyota Deutschland: Toyota C-HR+, Modellseite mit Aktionspreisen, E-Auto-Bonus, Leasingangebot und Inzahlungnahmeprämie (gelesen 8. November 2026) ↗
- ADAC Autokatalog: Toyota C-HR+ (57,7 kWh) Active (ab 04/26) ↗
- ADAC Autokatalog: Toyota C-HR+ (77 kWh) Teamplayer (ab 04/26), Typklassen, Garantie und Testergebnis ↗
- ADAC Autokatalog: Toyota C-HR+ (77 kWh) Lounge AWD (ab 04/26) ↗
- ADAC Autotest: Toyota C-HR+ (77 kWh) Teamplayer (PDF, Stand 3. November 2026) ↗
- Euro NCAP: Toyota C-HR+ (geführt als Toyota C-HR), Bewertung 2025, getestet als C-HR+ Long Range ↗
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