Kurz gesagt: sportliches SUV-Coupé, gut getestet, aber mit teuren Paketen
Der Cupra Tavascan ist ein Elektro-SUV mit abfallendem Dach auf derselben Plattform wie VW ID.4 und Škoda Enyaq, gebaut in China. Von Januar bis Oktober 2026 wurde er in Deutschland 13.214-mal neu zugelassen. Laut Preisliste vom 2. Oktober 2026 kostet er 49.900 Euro mit 58-kWh-Akku und 140 kW, 54.400 Euro als Endurance mit 77 kWh und 210 kW und 58.950 Euro als VZ mit Allrad und 250 kW; dazu kommen zwei Black Editions für 61.860 und 65.510 Euro, jeweils plus Überführung.
Der ADAC hat den Tavascan Endurance getestet (veröffentlicht im Februar 2026) und mit 1,7 bewertet: viel Platz, sehr gute Fahrleistungen, hohe Fahrdynamik, mit adaptiven Dämpfern angemessener Komfort. Kritik gab es für die geringe Anhängelast, die niedrige Zuladung und den Preis. Wir haben den Tavascan nicht selbst gefahren; Herstellerangaben, ADAC-Messwerte und unsere Einordnung sind getrennt gekennzeichnet.
Zwei Dinge vorab: Navigation und Travel Assist gibt es nur im Drive Pack für 3.320 Euro, die Wärmepumpe nur im Winter Pack für 1.500 Euro. Dafür gibt Cupra laut Modellseite bis zu fünf Jahre oder 150.000 Kilometer Neuwagengarantie.
Preise, Pakete und Leasing
Serienmäßig sind laut Preisliste unter anderem Rückfahrkamera, Parksensoren vorn und hinten, LED-Scheinwerfer, Abstandstempomat, kabelloses Apple CarPlay und Android Auto, ein Typ-2-Ladekabel und die Vorbereitung für eine Anhängerkupplung; die schwenkbare Kupplung selbst kostet 1.550 Euro, Matrix-LED-Licht gibt es beim VZ. Das Drive Pack für 3.320 Euro bringt Navigation mit 15-Zoll-Display, Travel Assist, schlüssellosen Zugang, elektrische Heckklappe, Drei-Zonen-Klima und beheiztes Lenkrad; bei den Black Editions ist es Serie. Das Winter Pack für 1.500 Euro enthält Wärmepumpe, beheizte Frontscheibe und Sitzheizung.
Eigene Rechnung: Mit Drive Pack und Winter Pack kostet der Tavascan mit 58 kWh 54.720 Euro, der Endurance 59.220 Euro und der VZ 63.770 Euro. Der ADAC bemängelte, dass trotz des Grundpreises Navigation und Wärmepumpe extra kosten und ein Heckwischer gar nicht zu haben ist.
Für Privatkunden nennt Cupra ein Leasingbeispiel mit dem Tavascan mit 58 kWh: 49.900 Euro Fahrzeugpreis, 48 Monate, 10.000 Kilometer im Jahr, 3.000 Euro Sonderzahlung und 339 Euro Monatsrate, gültig bis 31. Dezember 2026. Zusammen sind das 19.272 Euro oder 401,50 Euro im Monat (eigene Rechnung, plus Überführung). Wie du Leasing vergleichst, steht in „E-Auto leasen 2026: Worauf du bei Rate, Förderung und Rückgabe achten musst“; zur staatlichen Förderung mehr in „E-Auto-Förderung 2026: Wer bekommt wie viel und wie beantragst du sie richtig?“.
| Wert | Tavascan | Endurance | VZ |
|---|---|---|---|
| Preis | 49.900 € | 54.400 € (Black Edition 61.860 €) | 58.950 € (Black Edition 65.510 €) |
| Akku netto, Antrieb | 58 kWh (LFP), 140 kW, Heck | 77 kWh (NMC), 210 kW, Heck | 77 kWh (NMC), 250 kW, Allrad |
| WLTP | 403–441 km | 472–557 km | 455–527 km |
| DC 10–80 % | 105 kW, 26 min | 135 kW, 29 min | 135 kW, 29 min |
| 0–100 km/h / Spitze | 8,6 s / 160 km/h | 6,8 s / 180 km/h | 5,5 s / 180 km/h |
| Anhängelast gebremst (12 %) | 1.000 kg | 1.000 kg | 1.800 kg |
Welcher Akku, welcher Antrieb?
Der Endurance kostet 4.500 Euro mehr als der Tavascan mit 58 kWh und kommt nach WLTP bis zu 116 Kilometer weiter, rund 39 Euro je Kilometer (eigene Rechnung). Er beschleunigt deutlich besser und lädt mit 135 statt 105 kW. Den kleinen Akku hat der ADAC nicht getestet. Der VZ mit Allrad kostet weitere 4.550 Euro, kommt aber weniger weit als der Endurance; sinnvoll ist er vor allem, wenn du einen Anhänger bis 1.800 Kilogramm ziehen willst.
Unsere Einordnung: Für die meisten passt der Endurance. Den Tavascan mit 58 kWh nimm, wenn du vor allem pendelst und zu Hause lädst. Die Black Editions bringen das Drive Pack und Optik mit, kosten aber 7.460 Euro (Endurance) mehr; das Drive Pack allein kostet 3.320 Euro.
Was der ADAC am Tavascan Endurance gemessen hat
Im Test verbrauchte der Endurance 18,5 kWh auf 100 Kilometer inklusive Ladeverlusten und kam rund 465 Kilometer weit, im kalten Winter laut ADAC immerhin 350 Kilometer. Er lud mit höchstens 145 kW, hielt die Leistung aber lange: Von 10 auf 80 Prozent waren es im Schnitt 124 kW, in 30 Minuten lädt er Strom für 356 Kilometer. Den Akku wärmt er automatisch vor, wenn eine Schnellladesäule als Navi-Ziel eingestellt ist, oder auf Knopfdruck.
Vorn finden auch Zwei-Meter-Menschen Platz; hinten reicht die Kopffreiheit wegen der abfallenden Dachlinie nur bis 1,85 Meter. Der Kofferraum fasste im Test 460 Liter, bis zum Dach 575 Liter; Cupra nennt 540 Liter. Die Rückbank lässt sich nicht verschieben, die Ladekante liegt mit 74 Zentimetern hoch. Der Wendekreis von 10,2 Metern ist laut ADAC klein. Verarbeitet ist der in China gebaute Tavascan laut ADAC so gut wie ein in Deutschland gebauter VW.
- Verbrauch im Test
- 18,5 kWh/100 km inklusive Ladeverlusten
- Reichweite im Test
- rund 465 km, im Winter rund 350 km
- Schnellladen 10–80 %
- im Schnitt 124 kW, höchstens 145 kW
- Kofferraum gemessen
- 460 l, bis zum Dach 575 l
- Fond
- Kopffreiheit bis 1,85 m Körpergröße
- ADAC-Note
- 1,7 (Endurance, Februar 2026)
Quellen: [5]
Garantie, Anhänger und Unstimmigkeiten
Cupra gibt laut Preisliste und Modellseite allen Kunden, die seit 21. Dezember 2023 bestellt haben, eine Neuwagengarantie von mindestens zwei Jahren ohne Kilometergrenze, die nach fünf Jahren oder 150.000 Kilometern endet; das ist mehr als bei vielen Konkurrenten. Was Hersteller beim Akku zusagen, vergleicht „Akku-Garantie beim E-Auto 2026: Was die Hersteller in Deutschland wirklich zusagen“.
Die Anhängelast liegt bei den Hecktrieblern bei 1.000 Kilogramm, beim VZ bei 1.800 Kilogramm, die Stütz- und Dachlast jeweils bei 75 Kilogramm; mehr in „Elektroauto mit Anhängerkupplung 2026: Anhängelast, Reichweite und Laden mit Gespann“. Ob die Wärmepumpe im Winter Pack ihr Geld wert ist, erklärt „Wärmepumpe im E-Auto 2026: Wo sie Serie ist, was sie kostet und wann sie sich lohnt“.
Drei Unstimmigkeiten: Auf der Modellseite steht beim Endurance die Verbrauchsangabe eines Tavascan mit 140 kW und 58 kWh, in der Preisliste auf der Seite des Endurance Black Edition ebenso; laut technischen Daten hat der Endurance 210 kW und 77 kWh. Und die Serienausstattungsliste nennt für Tavascan und Endurance „max. DC-Ladeleistung 135 kW“, die technischen Daten für den 58-kWh-Akku dagegen 105 kW. Lass dir die Ladeleistung deiner Version im Angebot bestätigen.
Unsere Einordnung: Tavascan oder Alternative?
Der Tavascan ist laut ADAC sehr gut, aber mit den Paketen, die man eigentlich braucht, ein teures Auto: Der Endurance mit Drive und Winter Pack kostet 59.220 Euro. Wer weniger Wert auf Sportlichkeit legt, bekommt mit dem Škoda Enyaq auf derselben Plattform mehr Kofferraum und eine Wärmepumpe ab Selection serienmäßig; mehr in „Škoda Enyaq 2026: Essence oder Selection, 60 oder 85? Preise, Coupé und ADAC-Test“.
Den kleineren Bruder beschreibt „Cupra Born 2026: Born, Endurance oder VZ? Preise, Pakete, Laden und ADAC“, weitere Elektro-SUVs vergleicht „Elektro-SUV bis 50.000 Euro 2026: Kompakte E-SUVs im Vergleich“, die Zulassungszahlen zeigt „Meistverkaufte Elektroautos 2026: Die Top 20 in Deutschland nach KBA-Zahlen“. Preisliste, Modellseite und ADAC-Seiten haben wir am 7. November 2026 gelesen.
Quellen & weiterführende Informationen
- KBA: FZ 10, Neuzulassungen von Personenkraftwagen nach Marken und Modellreihen, Oktober 2026 (Excel, Zeile Seat Tavascan, Spalte Elektro) ↗
- Cupra Deutschland: Preisliste Cupra Tavascan, Stand 2. Oktober 2026 (PDF, gelesen 7. November 2026) ↗
- Cupra Deutschland: Cupra Tavascan, Modellseite mit Leasingbeispiel und Garantiehinweis (gelesen 7. November 2026) ↗
- Cupra Deutschland: Kataloge und Preislisten (gelesen 7. November 2026) ↗
- ADAC: Cupra Tavascan – viel Fahrspaß, und trotzdem genug Platz für die Familie (Autotest, 2. Februar 2026) ↗
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