Kurz gesagt: große Limousine, kleiner Preis bis 28. November

Der Seal ist eine 4,80 Meter lange Elektro-Limousine mit Stufenheck, die BYD seit 2023 in Deutschland verkauft. Seit der Modellpflege im März 2026 gibt es ihn laut ADAC-Datenblatt in drei Versionen: Comfort mit 61,4 kWh und Hinterradantrieb, Design mit 82,5 kWh und Hinterradantrieb sowie Excellence mit 82,5 kWh und Allradantrieb. Alle haben BYDs LFP-Akku „Blade Battery“.

Laut BYD-Preisliste für das vierte Quartal kostet der Seal 47.990 bis 53.990 Euro. In den BYD Black Weeks vom 1. bis 28. November zieht BYD bei teilnehmenden Händlern 10.000 bis 11.000 Euro ab.

Wir haben den Seal nicht selbst gefahren. Der ADAC hat die Version Design vor der Modellpflege ausführlich getestet; für die aktuellen Versionen gibt es bisher nur Datenblätter. Herstellerangaben, ADAC-Messwerte und unsere Einordnung sind im Text getrennt gekennzeichnet.

Quellen: [1], [2], [5]

Preise: Liste, Black Weeks und BYDs Endpreis

BYDs „möglicher Endpreis“ zieht zusätzlich die höchste staatliche Förderung von 6.000 Euro ab. Die bekommen nur Haushalte mit höchstens 45.000 Euro zu versteuerndem Einkommen und mindestens zwei Kindern, und zwar erst nach der Zulassung auf Antrag beim BAFA. Mit der Grundförderung von 3.000 Euro kostet der Comfort in den Black Weeks 33.990 Euro, der Design 36.990 und der Excellence 39.990 Euro (eigene Rechnung, jeweils plus Überführung). Wie viel dir zusteht, steht in „E-Auto-Förderung 2026: Wer bekommt wie viel und wie beantragst du sie richtig?“.

Nach den Black Weeks gilt laut Preisliste vom 29. November bis 31. Dezember wieder der „BYD E-Bonus“; wie hoch er dann für den Seal ist, nennt BYD nicht. Wer finanziert statt bar zu zahlen, bekommt laut BYDs Finanzierungsbeispiel deutlich weniger Nachlass; das haben wir in unserem Deal zum Seal Comfort durchgerechnet. Alle Black-Weeks-Preise der Marke stehen in „BYD Black Weeks 2026: Bis zu 21.100 Euro Bonus, doch die Endpreise setzen 6.000 Euro Förderung voraus“.

Für Dienstwagenfahrer gilt bei allen drei Versionen die Viertel-Regel, weil der Listenpreis unter 100.000 Euro liegt. Versteuert wird dabei der Bruttolistenpreis, nicht der Black-Weeks-Preis (eigene Einordnung). Die Regeln stehen in „E-Auto als Dienstwagen 2026: 0,25-%-Regel, Ladestrom zu Hause und Laden beim Arbeitgeber“.

BYD-Preisliste Q4 2026 (Stand 10/2026), Seal Modelljahr 2026: UPE inklusive Umsatzsteuer, ohne Überführung; Black Weeks 1. bis 28. November 2026
VersionListenpreis (UPE)Black-Weeks-BonusBlack-Weeks-PreisBYDs „möglicher Endpreis“ (minus 6.000 €)
Comfort, 61,4 kWh, 170 kW47.990 €11.000 €36.990 €30.990 €
Design, 82,5 kWh, 230 kW49.990 €10.000 €39.990 €33.990 €
Excellence AWD, 82,5 kWh, 390 kW53.990 €11.000 €42.990 €36.990 €

Quellen: [1], [8]

Comfort, Design oder Excellence: was die Versionen unterscheidet

Der Comfort ist die neue Einstiegsversion: kleinerer Akku, 170 kW und laut BYD 460 Kilometer nach WLTP. Am Schnelllader nimmt er höchstens 110 kW auf, der Design und der Excellence 150 kW. Weil sein Akku kleiner ist, nennt BYD trotzdem für alle drei dieselben 37 Minuten von 10 auf 80 Prozent. An der Wallbox laden alle mit 11 kW; voll wird der Comfort laut BYD in 6,5 Stunden, die großen Akkus in 8,6 Stunden.

Ausstattung ist schon beim Comfort reichlich: Wärmepumpe, Panoramadach, ein drehbarer 15,6-Zoll-Bildschirm mit Navigation, Apple CarPlay und Android Auto, Dynaudio-Soundsystem, 360-Grad-Kamera und Abstandstempomat. Parksensoren vorn und hinten führt die Broschüre erst ab dem Design. Dort kommen laut Broschüre außerdem Ledersitze, ein in acht Richtungen elektrisch verstellbarer Fahrersitz mit Memory, die elektrische Heckklappe und getönte Scheiben hinten dazu; der Excellence hat zusätzlich ein Head-up-Display. Strom für Geräte (V2L) gibt jede Version ab; ob das nötige Kabel dabei ist, hängt laut BYD von der Konfiguration ab.

Zwei Angaben passen nicht zusammen. Der Comfort fährt laut BYD und ADAC-Datenblatt 220 km/h Spitze, die stärkeren Versionen nur 180 km/h. Und für den Design nennt die Broschüre eine gebremste Anhängelast von 100 Kilogramm, weniger als die 750 Kilogramm ungebremst; das ADAC-Datenblatt führt 750 Kilogramm. Wir gehen beim Design von einem Fehler in der Broschüre aus. Nur der Excellence darf laut beiden Quellen 1.500 Kilogramm ziehen.

Herstellerangaben laut BYD-Broschüre Seal 2026 und ADAC-Datenblättern (Modellstart 03/2026); Reichweite und Verbrauch nach WLTP
WertComfortDesignExcellence AWD
Akku (LFP)61,4 kWh82,5 kWh82,5 kWh
Antrieb, LeistungHeck, 170 kWHeck, 230 kWAllrad, 390 kW
0–100 km/h / Spitze7,5 s / 220 km/h5,9 s / 180 km/h3,8 s / 180 km/h
Reichweite / Verbrauch460 km / 15,4 kWh570 km / 16,6 kWh520 km / 18,2 kWh
Laden DC max. / 10–80 %110 kW / 37 min150 kW / 37 min150 kW / 37 min
Anhängelast gebremst750 kg750 kg (ADAC); Broschüre: 100 kg1.500 kg
Leergewicht1.907 kg2.055 kg2.185 kg

Quellen: [2], [5], [6], [7]

Was der ADAC am Seal gemessen hat

Getestet hat der ADAC den Seal Design mit 230 kW aus der Bauzeit vor der Modellpflege und das Ergebnis am 17. Dezember 2024 veröffentlicht. Im Ecotest verbrauchte er 21,2 kWh auf 100 Kilometer inklusive Ladeverlusten; der ADAC nennt das „ziemlich hoch“. Daraus ergeben sich rund 405 Kilometer Reichweite statt 570 laut WLTP. Am Schnelllader lud er von 10 auf 80 Prozent mit durchschnittlich rund 103 kW, in 20 Minuten kamen rund 180 Kilometer dazu.

Gelobt hat der ADAC Fahrwerk und Lenkung, die leise Kabine, die sorgfältige Verarbeitung, die reichhaltige Ausstattung und die sechsjährige Garantie. Kritik gab es für die ablenkende Bedienung über den Touchscreen mit teils schlechten Übersetzungen, den schwachen Radioempfang, eine fehlende Akkukonditionierung, die das Schnellladen bremst, und für ein Navi ohne Laderoutenplanung. Der Kofferraum fasste im Test nur 325 Liter, erreichbar über eine Klappe statt einer großen Heckklappe. Die Gesamtnote war 2,0.

Verbrauch im Test
21,2 kWh/100 km inklusive Ladeverlusten (WLTP: 16,6 kWh)
Reichweite im Test
rund 405 km (WLTP: 570 km)
Schnellladen 10–80 %
im Schnitt rund 103 kW, rund 180 km in 20 Minuten
Kofferraum gemessen
325 l (Herstellerangabe damals 400 l)
Bremsweg aus 100 km/h
34,9 m
ADAC-Gesamtnote
2,0, Ecotest vier von fünf Sternen

Quellen: [3]

Was die Modellpflege ändert und was offen ist

Laut BYD und ADAC-Datenblatt fasst der Kofferraum jetzt 485 statt rund 400 Liter und das Fach unter der Fronthaube 72 statt 53 Liter. Für die Anhängerkupplung nennt das neue Datenblatt 75 Kilogramm Stützlast, der ADAC hatte beim Testwagen fehlende Stützlasten bemängelt. Ob ein Fahrradträger passt, lass dir trotzdem beim Händler bestätigen.

Offen ist, ob BYD die Kritikpunkte beim Laden behoben hat. Die Broschüre führt keine Akkukonditionierung in der Ausstattungsliste. Eine Fußnote empfiehlt zwar, „die Ladevorwärmfunktion vorab zu aktivieren“, bezieht sich aber ausdrücklich auf Messwerte des Atto 3. Ob das Navi inzwischen Ladestopps plant, steht in den von uns gelesenen Unterlagen nicht. Frag bei der Probefahrt danach, gerade wenn du im Winter oft Langstrecke fährst.

Für den neuen Comfort gibt es noch keinen ADAC-Test. Rechnest du den ADAC-Wert des Design auf den kleineren Akku herunter, kämen rund 300 Kilometer heraus; weil der Comfort leichter und schwächer ist, dürfte er etwas sparsamer sein. Das ist unsere Überschlagsrechnung, kein Messwert.

Quellen: [2], [3], [5]

Garantie und Versicherung

Laut ADAC-Datenblatt gibt BYD sechs Jahre oder 150.000 Kilometer Garantie auf das Auto und acht Jahre oder 200.000 Kilometer auf den Hochvoltakku, bis zu einer Restkapazität von 70 Prozent. Wie das im Vergleich dasteht, zeigt „Akku-Garantie beim E-Auto 2026: Was die Hersteller in Deutschland wirklich zusagen“.

Die Typklassen liegen laut ADAC für alle drei Versionen bei 19 (Haftpflicht), 27 (Vollkasko) und 23 (Teilkasko). Die Vollkasko-Klasse ist hoch; hol dir vor dem Kauf ein Angebot ein. Was die Typklassen 2027 bedeuten und bis wann du wechseln kannst, steht in „E-Auto-Versicherung wechseln: Typklassen 2027, Akku-Schutz und Stichtag 30. November“.

Quellen: [5]

Unsere Einordnung: welcher Seal für wen

Für die meisten ist der Design die beste Wahl. In den Black Weeks kostet er 3.000 Euro mehr als der Comfort und bringt dafür 21 kWh mehr Akku, 110 WLTP-Kilometer mehr, 150 kW Ladeleistung und deutlich mehr Leistung; das sind rund 27 Euro je zusätzlichem Kilometer (eigene Rechnung). Fährst du regelmäßig Autobahn, ist das gut angelegt.

Der Comfort reicht, wenn du vor allem pendelst, zu Hause lädst und selten mehr als 250 Kilometer am Stück fährst. Den Excellence brauchst du nur, wenn du Allrad willst oder einen Anhänger bis 1.500 Kilogramm ziehen musst; er kostet 3.000 Euro mehr als der Design und hat laut WLTP 50 Kilometer weniger Reichweite.

Er passt weniger, wenn du einen großen Kofferraum mit Heckklappe brauchst oder dich die Bedienung über den Bildschirm stört; mach vor dem Kauf eine längere Probefahrt. Wie sich der Seal gegen Model 3, ID.7 und IONIQ 6 schlägt, zeigt „Elektro-Limousinen 2026: Model 3, ID.7, IONIQ 6, CLA und Co. im Vergleich“; Ladezeiten im Vergleich stehen in „Schnellladen im Vergleich 2026: Welche Elektroautos von 10 auf 80 % am schnellsten laden“. Preisliste, Broschüre und ADAC-Seiten haben wir am 7. November 2026 gelesen. Das SUV mit derselben Technik beschreibt „BYD Sealion 7 2026: Comfort, Design oder Excellence? Black-Weeks-Preise und ADAC-Test“.

Quellen: [1], [2], [3]

Quellen & weiterführende Informationen

  1. BYD Deutschland: Preisliste Q4 2026 mit Black-Weeks-Bonus und E-Bonus, Stand 10/2026 (PDF, gelesen 7. November 2026) ↗
  2. BYD Deutschland: Seal 2026, Spezifikationen und technische Daten (Broschüre, PDF, gelesen 7. November 2026) ↗
  3. ADAC: BYD Seal im ADAC Test, reicht es mit Blade-Akku zum Tesla-Jäger? (17. Dezember 2024) ↗
  4. ADAC Autokatalog: BYD Seal, Baureihen vor und nach der Modellpflege 2026 ↗
  5. ADAC Autokatalog: BYD Seal Comfort (ab 03/26), technische Daten, Garantie und Typklassen ↗
  6. ADAC Autokatalog: BYD Seal Design (ab 03/26), technische Daten ↗
  7. ADAC Autokatalog: BYD Seal Excellence AWD (ab 03/26), technische Daten ↗
  8. BMUKN: Richtlinie zur sozial gestaffelten Förderung der Anschaffung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen (E-Auto-Förderung), BAnz AT 19.06.2026 B3 ↗

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