Kurz gesagt: Testsieger mit 2,4 Tonnen Anhängelast, aber teuer
Der elektrische Mercedes GLC ist ein 4,85 Meter langes Mittelklasse-SUV, gebaut laut ADAC in Bremen. Den GLC 400 gibt es laut ADAC-Katalog seit März 2026, GLC 250 und 300 seit Juni. Von Januar bis Oktober 2026 kam die Modellreihe GLC laut Kraftfahrt-Bundesamt auf 11.772 elektrische Neuzulassungen; im Oktober waren 3.429 von 6.310 neuen GLC elektrisch, mehr als die Hälfte (eigene Rechnung). Mercedes nennt Listenpreise ab 64.736 Euro und zieht im Konfigurator derzeit 5 Prozent ab.
Im ADAC-Test bekam der GLC 400 die Note 1,8 und gewann im Oktober 2026 knapp den Vergleichstest gegen BMW iX3, Volvo EX60 und Tesla Model Y. Gelobt hat der ADAC Verarbeitung, Fahrkomfort mit Luftfederung und die Anhängelast von bis zu 2,4 Tonnen. Kritik gab es für den Preis, die ablenkende Bedienung und den Aufpreis fürs Laden an 400-Volt-Säulen. Wir sind keinen GLC selbst gefahren; Herstellerangaben, ADAC-Messwerte und unsere Einordnung sind getrennt gekennzeichnet.
Preise und Versionen
Alle Versionen haben 800-Volt-Technik und Wärmepumpe und laden laut Mercedes in 22 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Der GLC 250 hat Hinterradantrieb, aber schon 260 kW. Der 300 4MATIC kostet 3.570 Euro mehr, hat Allrad und 310 kW, kommt aber weniger weit. Nur der 400 4MATIC hat den größeren Akku mit 94 kWh. Die Long Range Edition für 2.844,10 Euro Aufpreis bringt laut ADAC-Katalog 42 Kilometer mehr WLTP-Reichweite; der ADAC schreibt im Test, sie verspreche nur marginal mehr Reichweite.
Als Fahrzeugpreis zeigt der Konfigurator wie beim CLA 5 Prozent weniger als den Listenpreis, beim GLC 250 also 61.499,20 Euro; wie lange das gilt, nennt er nicht. AMG Line kostet beim GLC 250 laut Konfigurator 69.317,50 Euro, AMG Line Plus 75.862,50 Euro Listenpreis. Den GLC 300 4MATIC konnten wir im Konfigurator nicht abrufen, sein Preis stammt aus dem ADAC-Katalog.
| Version | Akku netto | Antrieb | WLTP | Anhängelast | Listenpreis |
|---|---|---|---|---|---|
| GLC 250 | 85 kWh | 260 kW, Heck | 647 km | 2.200 kg | 64.736 € |
| GLC 300 4MATIC | 85 kWh | 310 kW, Allrad | 613 km | 2.400 kg | 68.306 € (ADAC-Katalog) |
| GLC 400 4MATIC | 94 kWh | 360 kW, Allrad | 673 km | 2.400 kg | 72.471 € |
| GLC 400 4MATIC Long Range Edition | 94 kWh | 360 kW, Allrad | 715 km | 2.400 kg | 75.315,10 € |
Ausstattung und Extras
Schon die Basis Avantgarde ist ordentlich ausgestattet. Laut ADAC-Test sind unter anderem adaptives Fahrwerk, Parksensoren vorn und hinten mit Parkassistent, Rückfahrkamera, Abstandstempomat, elektrische Vordersitze mit Sitzheizung, Klimaautomatik und elektrische Heckklappe Serie. Extra kosten dort etwa das Head-up-Display (1.250 Euro im Paket), die 360-Grad-Kamera (690 Euro), schlüsselloser Zugang (1.363 Euro im Paket), die Lenkradheizung (309 Euro im Paket) und die Anhängerkupplung (1.279 Euro).
Luftfederung und Hinterachslenkung, die der ADAC besonders lobt, gibt es nur gegen Aufpreis. Ein Ersatzrad gibt es laut ADAC auch gegen Aufpreis nicht, nur ein Pannenset. Wie beim CLA lädt der GLC an Gleichstrom serienmäßig nur an Säulen mit 800 Volt; an älteren 400-Volt-Schnellladern funktioniert das laut ADAC nicht, die Option dafür kostet laut ADAC 655 Euro. Einen 22-kW-Lader für Wechselstrom gibt es gegen Aufpreis, serienmäßig sind 11 kW.
Laut ADAC-Katalog ist bidirektionales Laden Serie: Der GLC kann Geräte, ein Haus oder das Netz mit Strom versorgen (V2L, V2H, V2G). Ob du das zu Hause nutzen kannst, hängt von Wallbox und Stromvertrag ab; mehr in „Bidirektionales Laden 2026: Was V2H, V2G und V2L in Deutschland wirklich bringen“.
Einblicke in Bildern
3 BilderVerbrauch, Laden, Platz und Anhänger
Im ADAC-Test verbrauchte der GLC 400 20,4 kWh je 100 Kilometer inklusive Ladeverlusten und kam damit 559 Kilometer weit. Im Vergleichstest lag er damit deutlich hinter dem BMW iX3 mit 669, aber vor Volvo EX60 (508) und Tesla Model Y (443 Kilometer). Von 10 auf 80 Prozent lud der GLC im Test in 23 Minuten, mit höchstens 296 kW.
Der Kofferraum fasst laut ADAC-Katalog 570 Liter und bis 1.740 Liter mit umgeklappter Rückbank; gemessen hat der ADAC 470 Liter, im Vergleichstest knapp hinter dem Volvo EX60 mit 480. Vorn gibt es ein Fach mit 128 Litern. Ziehen darf der GLC 250 laut ADAC-Katalog 2.200 Kilogramm, die Allradversionen 2.400 Kilogramm bei 100 Kilogramm Stützlast; mehr in „Elektroauto mit Anhängerkupplung 2026: Anhängelast, Reichweite und Laden mit Gespann“.
- Akku netto
- 85 kWh (250, 300 4MATIC), 94 kWh (400 4MATIC); 800 Volt
- ADAC-Verbrauch
- 20,4 kWh/100 km, Reichweite 559 km (GLC 400, Test 10/2026)
- Schnellladen
- bis 320 kW (250, 300), 330 kW (400); im Test 23 min von 10 auf 80 %
- Wechselstrom
- 11 kW, 22 kW gegen Aufpreis
- Kofferraum
- 570–1.740 l laut ADAC-Katalog, gemessen 470 l; vorn 128 l
- Anhängelast
- 2.200 kg (250), 2.400 kg (4MATIC), Stützlast 100 kg
Sicherheit, Garantie, Versicherung und Dienstwagen
Eine Euro-NCAP-Wertung für den elektrischen GLC haben wir bis 8. November 2026 nicht gefunden, auch der ADAC-Katalog nennt keine. Welche neuen Elektroautos schon nach dem Schema 2026 getestet wurden, steht in „Euro NCAP 2026: Wie sicher die neuen Elektroautos im neuen Crashtest sind“. Die Assistenzsysteme funktionierten laut ADAC gut, nur die Verkehrszeichenerkennung zeigte auffällig viele unplausible Tempolimits.
Mercedes gibt laut ADAC-Katalog zwei Jahre Garantie aufs Auto und acht Jahre oder 160.000 Kilometer auf den Akku bis 70 Prozent Restkapazität; mehr in „Akku-Garantie beim E-Auto 2026: Was die Hersteller in Deutschland wirklich zusagen“. Die Typklassen liegen laut ADAC bei 19 (Haftpflicht), 27 (Vollkasko) und 22 (Teilkasko), die Versicherung ist also eher teuer; mehr in „E-Auto-Versicherung wechseln: Typklassen 2027, Akku-Schutz und Stichtag 30. November“.
Für Dienstwagen ist die Preisgrenze wichtig: Bis 100.000 Euro Bruttolistenpreis versteuerst du 0,25 Prozent im Monat, darüber 0,5 Prozent. Der Testwagen des ADAC kostete 88.399 Euro, und als Beispielkonfiguration zeigte der Konfigurator einen GLC für 102.149,60 Euro. Achte beim Konfigurieren auf die Grenze; mehr in „E-Auto als Dienstwagen 2026: 0,25-%-Regel, Ladestrom zu Hause und Laden beim Arbeitgeber“.
Unsere Einordnung: welcher GLC sich lohnt
Für die meisten reicht der GLC 250: Er ist der günstigste, kommt mit 647 Kilometern WLTP fast so weit wie der 400 und darf 2.200 Kilogramm ziehen. Den 300 4MATIC brauchst du nur für Allrad. Den 400 4MATIC würden wir nehmen, wenn du oft weite Strecken mit Anhänger fährst: Er hat den größeren Akku und die höchste Anhängelast. Die Long Range Edition lohnt sich laut ADAC kaum.
Plane 655 Euro für die 400-Volt-Option ein und probiere Bedienung und Sitzposition bei der Probefahrt aus. Den gleichen Antrieb mit weniger Platz und niedrigerem Verbrauch hat der CLA, siehe „Mercedes CLA elektrisch 2026: 200, 250, 250+ oder 350 4MATIC? Preise, Extras, Laden und ADAC-Test“. Die Konkurrenz beschreiben „BMW iX3 2026: 40, 40 xDrive oder 50 xDrive? Preise, Extras, Laden und ADAC-Test der Neuen Klasse“ und „Porsche Macan Elektro 2026: Macan, 4, 4S, GTS oder Turbo? Preise, Laden, ADAC-Test und Dienstwagen“. Konfigurator, Modellseite, ADAC-Katalog, ADAC-Test und Vergleichstest haben wir am 8. November 2026 gelesen.
Quellen & weiterführende Informationen
- KBA: FZ 10 – Neuzulassungen von Personenkraftwagen nach Marken und Modellreihen, Oktober 2026, Zeile Mercedes GLK, GLC, Spalten Insgesamt und Elektroantrieb (Excel, veröffentlicht 6. November 2026) ↗
- Mercedes-Benz: Konfigurator GLC elektrisch mit Listen- und Fahrzeugpreisen, Ausstattungslinien und Beispielkonfigurationen (gelesen 8. November 2026) ↗
- Mercedes-Benz: Modellseite GLC elektrisch mit technischen Daten (gelesen 8. November 2026) ↗
- ADAC Autokatalog: Mercedes-Benz GLC 250 elektrisch Avantgarde (ab 06/26), Garantie, Typklassen und Anhängelast ↗
- ADAC Autokatalog: Mercedes-Benz GLC 400 elektrisch Avantgarde 4MATIC (ab 03/26) ↗
- ADAC Autokatalog: Mercedes-Benz GLC 300 elektrisch Avantgarde 4MATIC (ab 06/26) ↗
- ADAC Autokatalog: Mercedes-Benz GLC 400 elektrisch Long Range Edition 4MATIC (ab 03/26) ↗
- ADAC Autotest: Mercedes-Benz GLC 400 EQ Avantgarde 4MATIC (PDF, Stand 15. Oktober 2026) ↗
- ADAC: Vergleichstest BMW iX3, Mercedes GLC EQ, Tesla Model Y und Volvo EX60 (29. Oktober 2026) ↗
Prüfe aktuelle Bedingungen und Details vor deiner Entscheidung bei den verlinkten Quellen.



